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KOSTEN – Übersicht nach 1 Jahr ‚on the road‘

Let’s talk about money! Wie teuer ist 1 Jahr Vanlife? Mit dem Wohnmobil durch Europa und Asien. Auch wenn man in Deutschland vermeintlich nicht so gerne über Geld redet, teilen wir in diesem Video ALLE KOSTEN mit euch, die wir im letzten Jahr im Rahmen unseres Roadtrips von Europa bis nach Südostasien hatten. Innerhalb der letzten 12 Monate sind wir mit unserem Campervan über Land von Deutschland bis Thailand gefahren. Unterwegs haben wir eine MENGE erlebt, aber natürlich auch immer wieder Geld ausgegeben. In diesem Video sagen wir euch, wie viel Geld wir insgesamt ausgegeben haben – bis auf den Cent genau!

Das Video haben wir schon vor knapp 2 Wochen bei YouTube gepostet. Jetzt sind wir endlich dazu gekommen, all die angekündigten Grafiken zu erstellen und in diesem Beitrag zusammenzuführen. Ihr findet sie unter dem Video.

Wenn jemand noch konkrete Fragen hat, die in diesem Video + Blogeintrag nicht beantwortet werden, dann meldet euch gerne bei uns und wir versuchen eure Fragen zu beantworten.

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Tabellen aus dem Video

Wie im Video beschrieben: Die variablen Kosten ohne die Visa-/Transit-/Import-Kosten geteilt durch 366 Tage (es war ein Schaltjahr)

Übersichten der einzelnen Länder

Vorab zur Erläuterung: Die Spritkosten spiegeln nicht die exakten Kosten für die tatsächlich gefahrenen Kilometer im Land ab, da wir natürlich immer bereits Diesel im Tank hatten, als wir über die einzelnen Landesgrenzen gefahren sind. Wer genauer wissen möchte, was ein Liter Diesel / Benzin in einzelnen Ländern aktuell kostet, dem können wir die folgende Webseite empfehlen: https://de.globalpetrolprices.com/diesel_prices/

Weitere Details seht ihr, wenn ihr euren Mauszeiger auf die jeweiligen Grafiken bewegt (optimiert für die Ansicht am PC; auf Mobilgeräten sieht’s eventuell komisch aus).

EU


Länder: Deutschland, Österreich, Italien, Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Albanien, Griechenland

Aktivitäten: Plitvice Seen Nationalpark

Unterkunft: Campingplatz vor Venedig (einzige Übernachtung auf einem Campingplatz auf dem gesamten Trip)

Türkei


Aktivitäten: Bootsfahrt, Free Tour, ÖPNV (Istanbul), Eintritt Pamukkale, Eintritt Ani Ruinen

Georgien


Aktivitäten: Skilift Mestia, Gondel Tiflis, Kino

Armenien


Sonstiges: lange, dünne Kleidung, um der Kleiderordnung im Iran entsprechen zu können

Bankgebühren: hoch, da wir für den Iran viele US-Dollar abgehoben haben (Kreditkarten funktionieren im Iran nicht)

Iran


Sprit: extrem geringe Spritkosten; ca. 5 Cent pro Liter Diesel

Aktivitäten: Funkturm Teheran, Golestan Palast Teheran, einige Moscheen und Paläste

Turkmenistan


Spritkosten: niedrig, da vom Staat stark subventioniert, aber Touristen zahlen dafür einen "Ausgleich" beim Import eines Fahrzeugs

Aktivitäten: Eintritt Old Urgench

Usbekistan


Keine Spritkosten, da wir 150 Liter Diesel aus dem Iran dabei hatten (90l im Tank, 3x 20l in Reservekanistern). Diesel ist in Usbekistan häufig nicht verfügbar (besonders im September, wo der wenige verfügbare Diesel i.d.R. für die Erntemaschinen benötigt wird)

Unterkunft: Gebühr für Parkplatz im Zentrum Buchara. Hier haben wir zwei Nächte verbracht.

Tadschikistan


Iskanderkul Lake, Duschanbe und der berüchtigte Pamir Highway

Kirgisistan


Keine Spritkosten, da wir noch Diesel aus dem Iran und Tadschikistan hatten

China / Xinjiang


Gezwungenermaßen eine geführte Tour durch Xinjiang, China. Die Transit-/Importkosten inkludieren den Preis für die Agentur inkl. Guide, Unterkünfte, Organisation.

Pakistan


Supermarkt: Kosten recht hoch, da wir in Islamabad über einen Metro "gestolpert" sind und bei den ein oder anderen westlichen Produkten nicht widerstehen konnten 🙂

Aktivitäten: Eintritt Nationalpark

Unterkunft: 6 Tage kleines Grundstück von Coyote Trail / Sana (Islamabad)

Nepal


Hohe Kosten aufgrund des Three Passes Treks (separate Auflistung)

Bankgebühren: In Kathmandu mussten wir sehr viel Bargeld abheben (in mehreren Transaktionen), da es auf dem Three Passes Trek keine Bankautomaten gibt

Three Passes Trek


Kleidung & Ausrüstung: Wir haben in Kathmandu dicke Daunenjacken, Hosen, Socken, Thermo-Unterwäsche, Spikes und Kleinigkeiten gekauft. Alles weitere (vor alle Wanderrucksäcke, Wanderschuhe, Wanderstöcke) hatten wir aus Deutschland mitgenommen

Parkplatz in Salleri: unseren Camper konnten wir für einen geringen Obolus im abgezäunten Garten eines kleinen Hotels abstellen

Tag 1-28: Hier sind jeweils die Kosten für Unterkunft (Zweibettzimmer in Berghütten), die gesamte Verpflegung und das gelegentliche Handy-Aufladen zusammengefasst (wie immer für uns beide zusammen). Die Übernachtung an sich hat i.d.R. zwischen 0-15 € gekostet (häufig 0-3€, nur in Namche Bazaar fast 15€)

Jeep-Fahrt von Bupsa nach Salleri, um die letzten Kilometer des Rückwegs zu unserem Camper einzusparen

Indien


Hohe Spritkosten, da viele Kilometer in recht kurzer Zeit

Restaurant: In Goa haben wir mal 10 Tage so richtig Urlaub gemacht und uns in der Strandbar das ein oder andere Essen und Getränk gegönnt 🙂

Auto Instandhaltung: In Indien gibt es Fiat-Werkstätten (einziges Land in ganz Asien). Das haben wir für einen Service und Öl-/Filterwechsel genutzt

Wasser: erstes Land unserer Reise, in dem wir nicht auf natürliche Quellen oder Gartenschläuche vertraut haben, sondern große Trinkwasser-Kanister gekauft haben

Myanmar


Transit/Import: gezwungenermaßen geführte Tour durch das Land (Osuga Travels).

Malaysia


Auto Instandhaltung: Hier haben wir unsere geschwächte Bordbatterie gegen zwei neue 95 Ah Batterien ausgetauscht.

Sonstiges: Ein neuer Campingtisch musste her - da kam uns IKEA gerade recht. Ein paar Klamotten, Haarfarbe für Tina und Kleinigkeiten sind hier auch noch drin.

Singapur


Leider erlaubt Singapur den temporären Import von Campervans nicht, sodass wir uns ausnahmsweise mal in einem Hostel einbuchen mussten.

Thailand


Die Auflistung deckt unsere beiden Aufenthalte vom 13.-28. Januar 2020 (Einreise aus Myanmar) und vom 04. März - 31. Mai (Einreise aus Malaysia) ab. Stand heute sind wir natürlich immer noch hier, aber der Beitrag fasst ja die Kosten unseres ersten Jahres 'on the road' ab.

Sonstiges: umfasst unter anderem den Kauf eines kleinen, portablen LED-Beamers (166,67 €) und eine Ausgleichszahlung an Dirks Papa für Aktivitäten/Essen/Unterkunft/etc. während unseres gemeinsamen Aufenthalts im Januar und viel zu viele Kleinigkeiten, die man sich so kauft, wenn man für ein paar Monate an einem Ort festsitzt 😉

2 Kommentare

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    Jürgen Stokowy

    Hallo Tina, hallo Dirk
    Ich habe nun all eure Videos angeschaut und bin begeistert von eurer tollen Reise.
    Gefreut habe ich mich über eure grosse Offenheit und Transparenz bezüglich der Kosten.
    Ich bin erstaunt, dass die Reise so günstig war.
    Wir haben selbst schon mal eine geführte Reise entlang derSeidenstrasse gemacht (seabridge) und haben für die 7 monatige Reise rund € 42000.- ausgegeben. Allerdings mit einigen Restaurants, Stadtführungen, Eintritten, etc.

    Nun habe ich doch noch eine Frage:
    Ihr habt so wunderbare Drohnenvideos gemacht.
    War das überall erlaubt?
    Wie ist die Drohne so schnell und mit doch recht grossem Abstand hinter eurem Womo hinterhergekommen. Ist das eine spezielle Drohne?

    Viele Grüsse aus der Schweiz
    Jürgen

    • Let's get otter here

      Let's get otter here

      Hallo Jürgen,
      freut uns zu hören, dass du Spaß an unseren Videos hattest bzw. hast!
      Ja, dass eine geführte Tour teurer ist, verwundert natürlich nicht. Beides hat seine Vor-/Nachteile und Daseinsberechtigung, denke ich. 🙂
      Zur Drohne: Wir haben eine DJI Mavic Air (noch die 1. Version – nicht die neue 2. Version). Die kann im Sportmodus tatsächlich super schnell fliegen. Ich glaube etwa 60 km/h. Dann wird es aber auch schwer bis unmöglich, vernünftige Filmaufnahmen zu machen. Die Realität ist daher, dass wir bei solchen Aufnahmen in der Regel recht langsam gefahren sind. In der „Post-Produktion“ hat Tina solche Sequenzen dann häufig schneller gemacht.
      Was die Erlaubnis angeht, die Drohne zu fliegen, so haben wir die Regelungen vielleicht manchmal großzügig ausgelegt. 😉 Die Realität ist, dass wir nicht in jedem Land 100%ig sicher waren, was erlaubt ist und was nicht. Das ist ja auch nicht immer so einfach herauszufinden. Wir waren aber jederzeit sehr vorsichtig. Heißt: In Ländern, von denen wir wussten, dass die bei Drohnen wirklich gar keinen Spaß verstehen (Iran, Turkmenistan, Usbekistan und China) haben wir die Drohne erst gar nicht rausgeholt. In allen anderen Ländern sind wir sie geflogen. Dabei haben wir aber immer darauf geachtet, möglichst niemanden zu stören und sind natürlich nie in der Nähe von irgendwelchen kritischen Dingen (Flughäfen, Militär, Menschenmengen, etc.) geflogen. Rücksicht auf andere Menschen ist glaube ich das Wichtigste. So hatten wir nie Probleme.
      Liebe Grüße aus Thailand in die Schweiz!
      Dirk

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