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Lithium LiFePO4 Batterie­čöő Wir tauschen die AGM-Batterien im Wohnmobil. LIONTRON 200Ah Untersitz Akku

Sind Lithium-Batterien wirklich so viel besser als AGM-/Blei-/Gel-Batterien? Was sind ihre Vorteile & was sind ihre Nachteile? Und was hat es mit dem Mythos auf sich, dass man beim Upgrade auf Lithium auch seine komplette Ladetechnik aufrüsten muss? Diesen Fragen gehen wir im heutigen Blogeintrag samt Video auf den Grund und schauen uns dabei ganz konkret den Liontron 200 Ah LiFePO4 Untersitz Akku an, den wir in unserem Wohnmobil / Kastenwagen auf Fiat Ducato Basis für mehr Autarkie verbaut haben. 

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­čÄą Auch als YouTube-Video verf├╝gbar! Wir haben zu diesem Blogeintrag ein ausf├╝hrliches Video erstellt. Ein Klick auf das Bild oben bringt euch zum Video auf unserem YouTube-Kanal.

Hallo zusammen! Heute geht es um eine 200Ah Lithium-Eisenphosphat (LiFePO4) Batterie von LIONTRON, die genau unter den Sitz des Fiat Ducato passt. Aber warum haben wir uns f├╝r einen Lithium-Akku entschieden? Und warum ganz konkret f├╝r einen vom Hersteller LIONTRON? Die beiden Fragen wollen wir in diesem Blogeintrag kl├Ąren. Und dann zeigen wir euch noch, ob der Austausch der Batterien wirklich so einfach ist und was es mit dem Mythos auf sich hat, dass man beim Wechsel von AGM auf Lithium wirklich seine gesamte Ladetechnik austauschen muss.

Aber bevor wir das machen, hier noch kurz die Gliederung des Blogeintrags, damit ihr genau wisst, was auf euch zukommt:

  1. Im ersten Abschnitt will ich in aller K├╝rze zusammenfassen, was an Lithium-Batterien bzw. ganz speziell an Lithium-Eisenphosphat Akkus so toll ist. Und auch, was nicht so toll ist.
  2. Im zweiten Abschnitt erkl├Ąre ich, warum wir uns f├╝r genau diesen Hersteller, n├Ąmlich Liontron entschieden haben.
  3. Danach zeige ich euch den Ausbau unserer beiden alten AGM-Batterien und den Einbau der neuen Untersitz-Batterie.
  4. Und zu guter Letzt gehe ich noch auf den Mythos ein, dass man beim Wechsel auf Lithium seine komplette Ladetechnik upgraden muss.

So, jetzt aber ans Eingemachte.

Vorteile Lithium-Batterien

Sind Lithiumbatterien wirklich so viel besser? F├╝r uns stechen vor allem die folgenden vier Vorteile heraus:

  1. H├Âhere nutzbare Kapazit├Ąt
    Ein sehr gro├čer Vorteil der Lithium Batterien ist die hohe nutzbare Kapazit├Ąt. W├Ąhrend man gew├Âhnliche Batterien nur bis etwa 50% entladen sollte, um ihre Lebensdauer nicht deutlich einzuschr├Ąnken, so k├Ânnen und d├╝rfen Lithium-Batterien bis 90% ihrer Kapazit├Ąt (und mehr) entladen werden. So k├Ânnen wir durch den Austausch unserer alten 200 Ah AGM Batterien mit der neuen 200 Ah Lithium Batterie die nutzbare Energie-Kapazit├Ąt fast verdoppeln.

  2. Gewichtsersparnis
    Und obwohl wir die nutzbare Kapazit├Ąt fast verdoppeln, sparen wir sogar deutlich an Gewicht. Eine 200 Ah AGM Batterie (oder 2x 100 Ah) wiegen gut und gerne 50-60kg; die 200 Ah Liontron Untersitz-Batterie wiegt 26,5 kg. Wir sparen also locker 30kg Gewicht. Das ist nat├╝rlich gerade f├╝r Wohnmobilisten interessant, bei denen jedes Kilogramm z├Ąhlt.

  3. H├Âhere Lade- und Entladestr├Âme
    Lithium Batterien k├Ânnen viel h├Âhere kontinuierliche Lade- und Entladestr├Âme vertragen, als normale AGM-, Gel-, Bleibatterien. Die Liontron 200 Ah Untersitz-Batterie vertr├Ągt konstant 100 A Ladung und 150 A Entladung (in Spitzen sogar bis zu 150 A Ladung und 200 A Entladung). Hei├čt: LiFePO4-Akkus k├Ânnen also v├Âllig problemlos in Verbindung mit gro├čen Wechselrichtern oder Verbrauchern, die hohe Str├Âme brauchen, betrieben werden. Und (f├╝r uns nochmal deutlich interessanter) sie k├Ânnen auch schneller und effizienter wieder aufgeladen werden, was im Alltag die Kapazit├Ąt im Grunde nochmal vergr├Â├čert.

  4. Langlebigkeit
    Letzter Punkt: Moderne Lithium-Eisenphosphat-Akkus stecken locker 2.000-3.000 Ladezyklen weg, ohne drastisch an Leistungs- und Speicherf├Ąhigkeit zu verlieren. Um das in Perspektive zu setzen: Die 200 Ah Batterie von Liontron ist angegeben mit ├╝ber 3.000 Zyklen bei 90% Entladetiefe; hei├čt, man kann der Batterie ├╝ber 8 Jahre hinweg jeden Tag 90% Ladung entnehmen und wieder auff├╝llen – wenn man es nicht jeden Tag, sondern bspw. nur einmal die Woche macht, sind es grob 55 Jahre. So alt wird kaum ein Wohnmobil werden! Wir m├╝ssen jetzt schon den zweiten Satz AGM-Batterien in knapp ├╝ber 3 Jahren entsorgen, weil sie deutlich an Speicherf├Ąhigkeit verloren haben – das ist ja auch nicht Sinn der Sache und jetzt dann auch definitiv erstmal vorbei.

Nachteile Lithium-Batterien

Aber nat├╝rlich sind LiFePO4-Batterien nicht absolut perfekt –┬á auch sie haben Nachteile. Wir sehen da vor allem die folgenden beiden:

  1. Preis (einmalige Investition)
    Ein Nachteil der Lithiumbatterien ist definitiv ihr hoher Preis. Unsere Liontron-Batterie kostet zum Beispiel 2.048 ÔéČ (HIER der aktuelle Preis bei Camping Wagner). Es gibt auch g├╝nstigere Hersteller, aber man muss nat├╝rlich schauen, was man da jeweils bekommt). Klar ist, dass 2.000 ÔéČ eine Stange Geld ist, die man erstmal f├╝r ein Strom-Upgrade zur Verf├╝gung haben muss. Aber klar ist auch, dass sich diese h├Âhere, einmalige Ausgabe durch die Langlebigkeit der Lithium Batterie im Vergleich zur AGM Batterie wieder aufwiegen. Am besten l├Ąsst sich das anhand eines Rechenbeispiels verdeutlichen, das zeigt, dass Lithium-Batterien mehr als die 10fache nutzbare Energiemenge ├╝ber ihre Lebensdauer hinweg abgeben k├Ânnen, als Bleibatterien (und das 10fache kosten Lithium-Batterien definitiv nicht):
  2.  Temperaturempfindlichkeit
    Au├čerdem haben Lithium Batterien Probleme mit starker K├Ąlte und k├Ânnen bei Temperaturen unter 0┬░ Celsius nicht geladen und unter -20┬░ Celsius nicht entladen werden. Da muss man sich nat├╝rlich fragen, ob das f├╝r einen relevant ist. Wir sagen nein, weil die Batterie bei uns IM Camper verbaut ist und da wird es eh nie unter 0┬░. Und wenn doch, kann sie immer noch die Heizung/L├╝ftung befeuern solange es nicht unter -20┬░ C im Inneren sind und dann eben wieder aufgeladen werden, sobald es drinnen ├╝ber 0┬░ sind. Also f├╝r uns ist die Temperaturempfindlichkeit nicht wirklich relevant. Wer allerdings seine Batterie z.B. in einem au├čenliegenden Batteriefach verbauen will, sollte sich dieser Tatsache bewusst sein.
    Aber auch daf├╝r gibt es inzwischen gute L├Âsungen: Viele Hersteller bieten Arctic-Versionen o.├ä. an, die dann integrierte Heizmatten haben, damit die Batterien auch bei Temperaturen von bis zu -30┬░ Celsius geladen werden k├Ânnen. Wir haben uns aus den genannten Gr├╝nden erstmal (kann bei Liontron n├Ąmlich auch nachger├╝stet werden) dagegen entschieden (kostet ja nat├╝rlich auch einen kleinen Aufpreis).┬á

F├╝r uns ├╝berwiegen die Vorteile ganz klar! Wir hatten uns schon vor einer ganzen Weile dazu entschieden, dass wir beim n├Ąchsten notwendigen Wechsel auf jeden Fall eine Lithium-Batterie verbauen w├╝rden. Und Lithium-Batterien geh├Ârt auch definitiv die Zukunft im Bereich der Wohnmobil-Aufbaubatterien, denn sie sind Bleibatterien in nahezu allen Belangen ├╝berlegen. Der einzige Einsatzzweck, bei dem Blei-Akkus auch l├Ąngerfristig eine Rolle spielen werden, ist der Motorstart, bei dem f├╝r einen ganz kurzen Moment extrem hohe Str├Âme von bis zu 600A ben├Âtigt werden.

Warum LIONTRON?

Dass wir eine Lithium-Batterie verbauen w├╝rden, war also rasch klar. Aber warum haben wir uns ganz konkret f├╝r Liontron entschieden? Entscheidend waren f├╝r uns folgende Argumente:

  1. Batterie verschraubt, nicht verklebt/verschwei├čt
    Einer der gr├Â├čten Pluspunkte der Liontron Lithium Batterie, neben den Vorteilen, die eine Lithium Batterie sowieso schon bietet, ist in unseren Augen die Tatsache, dass die Batterie komplett modular aufgebaut ist und die einzelnen Bestandteile nur miteinander verschraubt sind – nicht verschwei├čt oder verl├Âtet.
    Das Case kann einfach mit vier Schrauben ge├Âffnet werden, ohne Spezialwerkzeug, sodass einzelne Komponenten leicht ausgetauscht werden k├Ânnen. Selbst die einzelnen Zellen sind miteinander verschraubt und lassen sich bei Bedarf einzeln austauschen. Wie man sich vorstellen kann, ist das nat├╝rlich sehr viel kosteng├╝nstiger (und besser f├╝r die Umwelt), als wenn man die komplette Batterie im Schadensfall tauschen m├╝sste. Das ist vor allem relevant und von Vorteil f├╝r die Zeit nach Ablauf der Garantie. Aber bis man sich ├╝berhaupt erstmal Gedanken dar├╝ber machen muss, hat man erstmal 5 Jahre Zeit, denn:

  2. 5 Jahre Garantie
    Ein Zeichen daf├╝r, dass Liontron in die Qualit├Ąt ihrer Komponenten vertraut ist die Tatsache, dass sie freiwillig 5 Jahre Garantie gew├Ąhren.

  3. Sitz in Deutschland
    Und sollte doch mal ein Bauteil den Geist aufgeben muss man sich nicht mit irgendwelchen China-H├Ąndlern rum├Ąrgern, sondern hat direkten Support in Deutschland.
    Und doppelt gut: Liontron verspricht, dass sie bis mindestens 10 Jahre nach Ablauf der Garantie die Ersatzteile der Batterien auf Lager halten wird. Also auch nach Ablauf der Garantie wird man die Batterie immer noch reparieren k├Ânnen. Und daf├╝r gibt es sogar eigene Videos von Liontron, in denen erkl├Ąrt und gezeigt wird, wie man die einzelnen Komponenten tauscht. Das ist echt stark und habe ich so noch von keinem Hersteller in keiner Branche gesehen!

  4. Integriertes BMS
    Aber eigentlich muss man sich ├╝ber Ausf├Ąlle und Sch├Ąden kaum Gedanken machen, denn das integrierte Batterie Management System (BMS) ├╝berwacht konstant den Status jeder einzelnen Zelle und sch├╝tzt sie vor Tiefenentladung, ├ťberspannung, zu hohen Str├Âmen, etc. Dadurch wird ein vorzeitiger Ausfall des Akkus durch Umwelteinfl├╝sse oder falschen Gebrauch bereits im Vorfeld verhindert.

  5. Integriertes Bluetooth
    Durch die integrierte Bluetooth 4.0 ├ťberwachung kann man mit der entsprechenden Liontron Multi App bis zu vier Batterien gleichzeitig ├╝berwachen. Die App zeigt dann den aktuellen Ladezustand, Restkapazit├Ąt und Lade-/Entladeleistung aller Batterien in Summe an. So hat man also immer alles im Blick (ohne dass man einen zus├Ątzliche Mess-Shunt o.├ä. anschlie├čen und verkabeln m├╝sste).

  6. H├Âhere Kapazit├Ąt
    Wie wir ja jetzt wissen, k├Ânnen Lithium-Batterien im Normalfall schon bis zu 90%/95% entladen werde. Bei der Liontron Batterie sind es aber sogar sagenhafte 100%. Wie ist das m├Âglich? Ganz einfach, die tats├Ąchliche Kapazit├Ąt liegt ├╝ber den angegeben 200 Ah. Liontron gibt an, die Batterien mit 5-15% mehr Kapazit├Ąt auszustatten, sodass dann also wirklich die komplette auf der Batterie angegebene Kapazit├Ąt entnommen werden kann.

  7. Passt unter Fahrersitz
    Au├čerdem passt die 200Ah LiFePO4 von Liontron genau unter unseren Fahrersitz, da wo unsere alten AGM Batterien vorher auch verstaut waren. Es gibt inzwischen sogar eine 300 Ah Lithium Batterie von Liontron die exakt unter den Sitz des Ducatos passt. Diese haben wir uns auf dem Caravan Salon auch mal angesehen und sind ein bisschen ins Tr├Ąumen gekommen. Aber ehrlich gesagt: 300 Ah Lithium sind dann selbst f├╝r unser Nutzungsverhalten mehr, als wir brauchen. Und ein Preisschild war da auch noch nicht dran. ­čśë Trotzdem ist es faszinierend zu sehen, dass man 300 Ah Lithium (bzw. rechnerisch 600 Ah AGM) unter einen Fahrer- oder Beifahrersitz im Ducato bekommen kann.

Unsere Entscheidung stand also fest: Liontron. Und damit jetzt zum zum Ausbau unserer alten AGM Batterien und Einbau der Liontron Batterie.

Ausbau AGM-Batterie & Einbau Lithium-Batterie

Hinweis: im YouTube-Video zeigen wir euch den Ein- und Ausbau detailliert mit Bewegtbildern.

Als erstes muss man die Verkleidungen des Sitzgestells abmontieren. Dazu links uns rechts jeweils vier Schrauben l├Âsen. Die beiden Teile vorne und hinten sind nur eingeklipst.

Dann geht es an den Sitz selbst. Den kann man zusammen mit der Drehkonsole herausnehmen. Daf├╝r m├╝ssen oben auf jeder Seite drei Schrauben gel├Âst werden, an die man jeweils durch Drehen des Sitzes herankommt. Wichtig ist dabei, dass ihr vern├╝nftige Bit-Aufs├Ątze benutzt, da die Schrauben, die hier verbaut sind, sich sonst gerne mal rund drehen. Wir mussten deswegen beim letzten Mal schon eine Schraube aufbohren.

Wenn ihr die 6 sichtbaren Schrauben gel├Âst habt und euch wundert, warum sich der Sitz noch immer nicht herausnehmen l├Ąsst, dann schaut auf jeder Seite nochmal von unten nach, denn da verstecken sich noch zwei Muttern, die gel├Âst werden m├╝ssen. Dann noch das Kabel des Airbagsensors trennen und schon kann man den Sitz rausnehmen. Achtung: der Sitz ist schwer und achtet darauf, dass das Kabel des Airbagsensors nicht irgendwo h├Ąngenbleibt. Au├čerdem solltet ihr ab jetzt den Z├╝ndschl├╝ssel nicht mehr umdrehen, da es sonst zu einer Fehlermeldung im Bordcomputer kommen kann.

Nun liegen die Batterien frei. Dass man die gesamte Bordelektronik ausschalten und auch die Sicherungen des Solarladereglers und der Starterbatterie trennen sollte, bevor man daran rum werkelt, ist denke ich klar.
Unsere Batterien waren noch mit einem Lochband aus Metall gegen Verrutschen gesichert. Als das gel├Âst war, lagen alle Kabel und Bauteile frei.

Wenn ihr euch wundert, warum bei uns so viele Kabel liegen: das liegt einerseits daran, dass wir zwei Batterien parallel geschaltet haben – also die beiden Plus- und Minuspole der beiden Batterien miteinander verbunden sind; und andererseits daran, dass wir hier hinten noch einen zweiten Solarladeregler f├╝r unsere mobile Solartasche montiert haben.

Jetzt kommt sicherlich der Punkt, der f├╝r viele eine innerliche H├╝rde darstellt: an die Batteriepole ranzugehen. Und gesunde Vorsicht ist da auch definitiv erstmal richtig, aber wenn man die einfachsten Dinge beachtet, kann man da eigentlich gar nicht so viel falsch machen. Wichtig ist zum einen, dass man beim Ausbau immer erst die Kabel vom Minuspol trennt und erst dann die Kabel vom Pluspol (beim Einbau entsprechend andersrum: da erst Plus verbinden und dann Minus) und dass man andererseits die Pole nicht vertauscht: sprich Pluskabel geh├Âren nur an den Pluspol und Massekabel geh├Âren nur an den Minuspol.

Dirk ist immer doppelt vorsichtig und deckt alle offenen Kabelenden mit einem St├╝ck Schrumpfschlauch ab, damit es wirklich nirgendwo zu einem Kontakt oder Kurzschluss kommen kann.

Und als alle Kabel gel├Âst und gesichert waren, konnten wir die beiden Batterien einfach rausnehmen. Bei knapp 30kg pro St├╝ck eine ganz sch├Âner Kraftakt. Dann war der perfekte Moment, mal einmal durchzusaugen und das St├╝ck Bodend├Ąmmung wieder einzusetzen, dass wir damals in Malaysia, als wir diese beiden AGM-Batterien eingebaut haben, herausschneiden mussten, da die Batterien etwas zu hoch waren und sonst nicht unter den Sitz gepasst h├Ątten.

Damit war alles vorbereitet, um die neue Batterie einzusetzen. Da sie ein ganzes St├╝ck kleiner ist als unsere bisherigen Batterien hat Dirk sie noch zus├Ątzlich mit einem weiteren Spanngurt und zwei Holzleisten gesichert, damit sie weder vor- und zur├╝ck, noch von links nach rechts rutschen kann.

Und da an der Seite nun zus├Ątzlich Platz war, haben wir den Solarladeregler f├╝r unsere Solartasche noch mit an die Seite gepackt. Da w├Ąre jetzt sogar noch Platz f├╝r einen Wechselrichter, wenn wir uns mal einen einbauen wollen.

Nachdem die Batterie gesichert war, ging es ans Anschlie├čen. Die Liontron-Untersitzakkus haben M8-Polschrauben – da konnten wir unsere vorhandenen Kabel mit M8-Ringkabelschuhen also einfach draufstecken. Wie gesagt: erst Plus und dann Minus. Anschlie├čend haben wir noch die Temperatursensoren unserer beiden Ladeger├Ąte mit an den Minuspol angeschlossen.

Dann noch die Verschlusskappe zum Schutz der Pole wieder drauf und fertig ist man. Zumindest fast, denn nat├╝rlich will man ja seinen Fahrersitz zur├╝ck haben. Der ist fix wieder eingesetzt und verschraubt. Zuletzt noch die Verblendungen wieder an das Sitzgestell und der Umbau ist erledigt.

Ladetechnik f├╝r Lithium-Batterien

Immer wieder haben wir geh├Ârt und gelesen, dass man seine komplette Ladetechnik im Camper tauschen muss, wenn man sich eine Lithium Batterie einbauen will. Auf der anderen Seite werben Hersteller von Lithium-Akkus damit, dass man seine alten Ladeger├Ąte einfach weiterverwenden kann.

Dieser Thematik wollten wir auf den Grund gehen und haben ausf├╝hrlich recherchiert. Wir haben uns unterschiedliche Hersteller angeschaut und im Grunde hei├čt es da immer wieder: nein, smarte Lithiumbatterien mit eigenem Batteriemanagementsystem (BMS) kommen mit unterschiedlichen Ladekennlinien und unterschiedlichen Ladespannungen klar.

Bei Liontron hei├čt es zum Beispiel ganz konkret (und ich zitiere jetzt von der Webseite): „Moderne LiFePo4 -Batterien wie die Liontron k├Ânnen mit jedem beliebigen 12V Blei-Ladeger├Ąt mit einer Ladeschlussspannung zwischen 14,2V und 14,6V geladen werden. Selbst ein uraltes 13,8V Ladeger├Ąt aus der ersten Generation von 12V Gel-Batterien kann eine Lithium-Batterie laden. Dabei wird sie zwar bspw. nur bis zu 90% vollgeladen, aber dies schadet der Batterie ├╝berhaupt nicht.“

Das klingt so, als m├╝sste man sich wirklich ├╝berhaupt keine Gedanken dar├╝ber machen. Aber das stimmt nicht ganz. Denn wenn man genau hinschaut, zeigen sich vor allem drei Einschr├Ąnkungen:

  1. Eine zu geringe Ladespannung ist okay, zu hohe Ladespannungen (also alles oberhalb von 14,6 V) sind hingegen zu vermeiden. Zwar schaden auch zu hohe Ladespannungen der Batterie nicht, da das interne BMS in solchen F├Ąllen automatisch die Ladung unterbinden w├╝rde, aber dann kann man die Batterie eben auch nicht aufladen.

  2. Keine Ladeger├Ąte mit Desulfatierungsprogramm. Es gibt Ladeger├Ąte, die ein spezielles Ladeprogramm haben, mit dem sich bereits tiefenentladene Batterien ein St├╝ck weit wieder herstellen lassen. Dazu wird mit einer sehr hohen Spannung geladen, um den durch die eingesetzte Sulfatierung h├Âheren Ladewiderstand zu ├╝berwinden. Also auch hier w├╝rden zu hohe Ladespannungen auftreten, die LiFePO4-Batterien nicht vertragen (und bei denen gute BMS entsprechend abschalten).

  3. F├╝r eine schnelle (!) Ladung in modernen Fahrzeugen ist ein Ladebooster erforderlich, da die Lichtmaschine hier fr├╝h ausschaltet und es daher ein Ger├Ąt braucht, das der Lichtmaschine vorgaugelt, dass weiterhin Strom ben├Âtigt wird. Das ist ein bekanntes Problem, das alle Batterietypen betrifft und weswegen nahezu alle Wohnmobil-Ausbauer seit 2018 standardm├Ą├čig Ladebooster in ihren Fahrzeugen installieren. Bei Lithium-Batterien ist ein Ladebooster/Ladewandler aber besonders ratsam, da nur so die hohen Ladestr├Âme, die ja ein gro├čer Vorteil der LiFePO4-Batterien sind, erreicht werden k├Ânnen (und die Batterien also nur so besonders schnell wieder aufgeladen werden k├Ânnen).

Das sind alles Dinge, die kein Hexenwerk sind. Man muss eben vor allem sicherstellen, dass man kein Ladeprogramm w├Ąhlt, dass mit zu hoher Spannung arbeitet.
Bei unserer Batterie ist die maximale (und gleichzeitig optimale) Ladeschlussspannung mit 14,4-14,6 V angegeben. Wenn ich jetzt kein LiFePO4-Programm an meinen Ladeger├Ąten einstellen kann, nehme ich eins, das m├Âglichst nah dran ist – solange es nicht dr├╝ber ist.

Bei unserem Solarladeregler k├Ânnte ich also z.B. AGM 1 ausw├Ąhlen und die Batterie w├Ąre damit fein; AGM 2 hingegen h├Ątte eine zu hohe Spannung.

Wir allerdings haben sogar bereits eine LiFePO4-Einstellungsm├Âglichkeit an unseren beiden Solar-Ladereglern und auch am Ladebooster. Und vor allem die beiden Votronic-Ger├Ąte sind jetzt auch schon ein paar Jahre alt, sodass ich davon ausgehe, dass die meisten Ger├Ąte inzwischen eh spezielle Ladeprogramme f├╝r Lithium-Batterie haben.

Die Batterie und unsere Ladeger├Ąte findet ihr unter „Ausgew├Ąhltes Equipment“ sowie hier:

Liontron 200 Ah LiFePO4 Akku (Camping Wagner): https://tidd.ly/3i6Rezh *
Liontron 200 Ah LiFePO4 Akku (Amazon): https://amzn.to/35LtKg8 *
Liontron 200 Ah LiFePO4 Akku (GreenAkku): https://bit.ly/3AL6I33
Liontron 300 Ah (!) LiFePO4 Akku (ebay): https://ebay.us/8GWkf0 *

Votronic Solar-Laderegler MMPT: https://amzn.to/3ug9DP0 *
Votronic Ladebooster 30A: https://amzn.to/2ZnshJa *

*bei diesen Links handelt es sich um Affiliatelinks/Werbelinks. Wir verdienen an Verk├Ąufen ├╝ber diese Links in der Regel eine kleine Provision. An den Preisen f├╝r euch ├Ąndert sich dadurch NICHTS. Vielen Dank f├╝r eure Unterst├╝tzung!

3 Comments

  • Ecki

    Hey Ho ihr beiden,

    wir haben im April unser beiden 80 AH Lifepos verbaut (von Bulltron wegen der Abmessungen und der M├Âglichkeit auch bei -10 Grad noch zu laden) und dazu ein 180 WP Solarpanel.
    Da wir eine Gefrierbox auf -10 Grad betreiben und das mit unserer bisherigen AGM Batterie auf dauer nicht wirklich funktioniert hat, brauchten wir auch ordentlich power.
    Villeicht ein paar erste Erfahrungen die wir gesammelt haben:
    – Bei Parallelschaltung der Akkus darauf achten, das die Verbraucher jeweils am + der einen und am – der anderen Batterie angeschlossen werden, sonst wir ein Akku st├Ąrker belastet.
    – Das Alte CBE Landstrom (Blei oder Gel Kennlinie) Ladeger├Ąt l├Ądt die Batterien zwar einmalig auf, dann wartet es aber wohl bis die Spannung unter 13 Volt gefallen ist um weiter zu laden. Da sind die Lifepos dann sozusagen richtig leeeer. Bei uns werden die Akkus dann tats├Ąchlich auch trotz Landstrom langsam entladen.
    – Ladebooster ist auch bei ├Ąlteren Fahrzeugen angeraten, zum Beispiel floss bei unserem Fahrzeug (BJ 2006) Strom w├Ąhrend der Fahrt von den Akkus richtung Absorber, bzw. wird bei erreich von 13,7 Volt nicht mehr wirklich weiter geladen um die Starterbatterie nicht zu kochen. Ein Ladebooster simuliert da im Grunde eine noch nicht voll geladene Starterbatterie.
    – Batterieshunt einbauen ist sinnvoll. Zwar haben die Akkus ein eingebautes BMS das man per Bluetooth abfragen kann aber das ist nur bedingt zuverl├Ąssig k.a. wie das bei Liontron ist. Ich vertraue da Victron und Co. irgendwie eher.
    – Wir haben inzwischen auch einen 2000 Watt Wechselrichter verbaut, der erm├Âglicht uns neben dem F├Âhnen ­čśë auch Wasser aus Brunnen, B├Ąchen zu Pumpen und den Betrieb von Heizl├╝fter, Induktionskochplatte oder Kreiss├Ąge ­čÖé

    Viel Freude mit der neuen Power!

    P.S.: Ihr schreibt oben „Bei unserem Solarladeregler k├Ânnte ich also z.B. AGM 1 ausw├Ąhlen und die Batterie w├Ąre damit fein; AGM 2 hingegen h├Ątte eine zu hohe Spannung.“
    Der Vortronic MPP ist so zu verstehen, dass der 1 Dip auf Lifepo gestellt wird und die weiteren dann die Kennline, wei├č markiert, f├╝r Lifepo einstellen – auf eurem Foto also Lifepo mit 14,4V und 13,8 Erhaltungsladung.

  • Hendrik Hogervorst

    Hut ab, ich habe mir n den letzten 18 monaten sehr viele Youtube videos angeschaut aber ihr macht bei weitesten die besten. Scandinavien war absolut top, wie auch das letzte video ├╝ber den Lipo Accu……mach weiter so, ihr seid ein sehr sympatische paar ­čÖé

    • Let's get otter here

      Hallo Hendrik,

      wow, vielen Dank f├╝r das gro├če Lob! Wir geben unser Bestes. ­čÖé

      Liebe Gr├╝├če aus Frankreich

      Tina und Dirk

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