Kosten,  S├╝dafrika

TEUERSTER URLAUB UNSERES LEBENS – 6 Wochen Roadtrip S├╝dafrika – ALLE KOSTEN

Let’s talk about money.­čĺ░­čĺ­čĺŞ Wie viel Geld haben wir in 6 Wochen S├╝dafrika ausgegeben?
Eigentlich reisen wir ja mit unserem Campervan durch die Weltgeschichte. Aber in diesem Fr├╝hjahr haben wir unseren Van ausnahmsweise mal stehen gelassen, sind mit dem Flugzeug nach S├╝dafrika geflogen und haben das Land 6 Wochen lang mit dem Mietwagen bereist. Wir sind ├╝ber 6.500 km kreuz und quer durch dieses faszinierende Land gefahren und hatten einen der sch├Ânsten Urlaube, den wir jemals hatten. Es war allerdings auch der wohl teuerste Einzel-Trip, den wir jemals unternommen haben. Wie teuer genau, das verraten wir euch in diesem Beitrag – bis auf den Cent genau!

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­čÄą Auch als YouTube-Video verf├╝gbar! Wir haben diesen Beitrag vor allem als Video produziert - mit ganz vielen begleitenden Videosequenzen aus S├╝dafrika. Ein Klick auf das Bild oben bringt euch zum Video auf unserem YouTube-Kanal.

Wir empfehlen ab hier nicht weiterzulesen ­čśť

Hallo ihr Lieben! Es freut uns sehr, dass ihr euren Weg hierher auf unsere Webseite gefunden habt. Dennoch empfehlen wir euch, dass ihr euch diesen Beitrag in der Video-Fassung anschaut (s. Link oben). Ihr findet zwar auch alle Informationen und die detaillierten Kostenaufstellungen im folgenden Text, allerdings haben wir im YouTube-Video sehr viele Film-Sequenzen aus unserer Zeit in S├╝dafrika eingebunden, um die jeweils genannten Inhalte zu untermalen und konkrete Beispiele zu zeigen.­čÖé┬á┬á

Hier die im Video genannten Verlinkungen:

  • YouTube-Playlist mit ALLEN unserer Videos aus S├╝dafrika: LINK
  • Unser erstes Kosten-Video „Das KOSTET eine WELTREISE ┬Ě in 365 Tagen mit dem Campervan von Deutschland nach Thailand“: LINK (YouTube)┬á| LINK (Webseite)
  • Lister unserer Unterk├╝nfte: PDF
  • Unsere Route im Detail: LINK
  • Mietwagen ├╝ber CHECK24: LINK
  • Free Walking Tour Kapstadt: LINK
  • WildCard f├╝r die Nationalparks: LINK

Tabellen aus dem Video

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Diese Route sind wir in den 6 Wochen gefahren - knapp 6.500 km quer durchs Land (Tipp: bucht euch einen Flug von Kapstadt zum Kruger Nationalpark bzw. nach Johennesburg.­čśë)

Warum legen wir unsere Ausgaben offen?

Wir wissen, in Deutschland spricht man immer sehr ungern ├╝ber Geld. Aber wir finden: Transparenz hat einen SO gro├čen Mehrwert. Das haben wir damals bei unserer gro├čen Asien-Reise von Deutschland ├╝ber Land bis nach Thailand schon so gesehen. Wir h├Ątten uns bei der Planung SO SEHR dar├╝ber gefreut, irgendwelche Anhaltspunkte zu haben. Gerade bei einem Trip von 13 Monaten, den wir damals versucht haben zu planen. Das konnten wir nicht finden, deswegen haben wir es am Ende selbst erstellt, als wir es dann konnten (s. YouTube). Eben um allen, die mit dem Gedanken spielen eine ├Ąhnliche Reise in Angriff zu nehmen, ein paar Anhaltspunkte geben zu k├Ânnen.

Infos ├╝ber S├╝dafrika herauszufinden ist zwar garantiert einfacher als aus den ganzen L├Ąndern, die wir in Asien bereist haben, aber auch hier kann es sicherlich nicht schaden, das in einer komprimierten Form zu haben.

6 Wochen lang waren wir also in S├╝dafrika, sind in dieser Zeit ├╝ber 6.500 km mit dem Mietwagen durchs Land gefahren. 40 N├Ąchte in Unterk├╝nften verschiedenster Preisklasse, 42 Tage Mietwagen, Sprit, Essen & Trinken, Aktivit├Ąten wie Nationalpark-Eintritte und Safari-Touren, Internet und Trinkgelder – wir listen jetzt einmal ALLES auf. Dabei haben wir die Ausgaben in die folgenden 5 Kategorien unterteilt: Transport, Unterk├╝nfte, Verpflegung, Aktivit├Ąten, Sonstiges. Die gehen wir jetzt nach und nach durch, schauen da jeweils ein bisschen ins Detail und geben euch auch immer wieder konkrete Beispiele.

Also los, fangen wir direkt mal an mit einem gro├čen Posten:

Transport

Zum Transport z├Ąhlen wir allen voran drei Dinge: unsere Fl├╝ge von Deutschland nach S├╝dafrika und zur├╝ck, die Miete eines Autos vor Ort und die Sprit- und Mautkosten ├╝ber die gesamte Zeit. So Sachen wie Autow├Ąsche und Parken kommen ganz am Ende dann noch in einer separaten Position.

Fangen wir an mit den Fl├╝gen. Das geht schnell, war aber auch schmerzhaft, denn wir haben insgesamt 1.726,88 ÔéČ f├╝r unsere beiden Fl├╝ge von Frankfurt ├╝ber Johannesburg nach Kapstadt ausgegeben.

Wir hatten eigentlich Fl├╝ge f├╝r knapp 1.200 ÔéČ von D├╝sseldorf ├╝ber Istanbul nach Kapstadt, aber die wurden tats├Ąchlich am Tag unseres Abflugs gecancelt, da in Istanbul ein schwerer Schneesturm w├╝tete. Dann hatten wir die Wahl: umbuchen und erst ein paar Tage sp├Ąter abreisen oder aber stornieren, Geld zur├╝ck bekommen und selbst einen neuen Flug buchen. Wir haben uns dann ganz ganz kurzfristig f├╝r Letzteres entschieden – auch, weil wir sonst beide nochmal einen neuen PCR-Test h├Ątten machen m├╝ssen (der war damals sowohl f├╝r den Flug, als auch f├╝r die Einreise Pflicht), wir den Mietwagen wahrscheinlich nicht mehr bekommen h├Ątten, wir nicht wussten, wie das mit der gebuchten Unterkunft f├╝r die ersten Tage aussieht & co.┬á┬á

Sogesehen hatten wir eigentlich noch Gl├╝ck, so kurzfristig ein paar Stunden vor Abflug ├╝berhaupt noch einen einigerma├čen bezahlbaren Flug zu bekommen. Aber 1.700 ÔéČ sind nat├╝rlich auch kein Pappenstiel. Dazu mussten wir noch f├╝r 91,40 ÔéČ Zugtickets buchen, um zum Flughafen und zur├╝ck zu kommen.

Die zweite gro├če Ausgabe in der Kategorie Transport war der Mietwagen. Mit 17,84 ÔéČ pro Tag haben wir da ein echtes Schn├Ąppchen gemacht.┬á

Auch das addiert sich bei 6 Wochen Mietzeit auf zu 749,32 ÔéČ, aber das ist bei einer so langen Mietdauer nat├╝rlich klar. Der Mietpreis pro Tag war aber wirklich erstaunlich gut. Vor allem wenn man bedenkt, dass wir hier das Rundum-Sorglos-Paket hatten. Also so Dinge wie vollumf├Ąnglicher Versicherungsschutz mit Vollkasko- und Diebstahlschutz ohne Selbstbeteiligung und unbegrenzte Kilometer. Das w├╝rden wir auch immer empfehlen – vor allem die Versicherung.

Klar, das Auto war klein, aber auch nicht winzig und hatte im Grunde alles, was wir gebraucht haben. Und selbst ausgiebige Ausfl├╝ge ├╝ber Schotterpisten hat er gut weggesteckt

Gefunden und gebucht haben wir den Mietwagen ├╝ber CHECK24. Wir haben unsere Wunschdaten auf verschiedenen Portalen eingegeben und hier gab es letztlich das beste Angebot. Vor Ort hat alles reibungslos geklappt, k├Ânnen wir also empfehlen und verlinken wir euch hier: CHECK24.

Man h├Ątte das Ganze auch mit einem Camper machen k├Ânnen. Es gibt eine Reihe von Anbietern f├╝r Miet-Wohnmobile und die Infrastruktur gibt das auch definitiv her. S├╝dafrikaner selbst sind sehr Camping-begeistert. Warum wir das aber NICHT gemacht haben, dazu sagen wir sp├Ąter noch ein paar Worte.

Erstmal noch der dritte Posten beim Transport, die Spritkosten. Benzin oder Diesel kostet in S├╝dafrika ungef├Ąhr 20 ZAR pro Liter, was umgerechnet ca. 1,20 ÔéČ pro Liter sind. Zumindest war das im Februar und M├Ąrz 2022 noch so. Seitdem sind hier in Europa die Spritpreise ja explodiert. Wie das gerade in S├╝dafrika ist, wissen wir ehrlicherweise nicht.┬á

Da unser kleiner Hyundai i.10 sehr sparsam war (~5 l/100 km) waren die Gesamt-Spritkosten mit 492,88 ÔéČ zwar noch immer relativ hoch. Aber nicht, wenn man bedenkt, dass wir eben mehr als 6.500 km quer durchs Land gefahren sind. Daf├╝r ist das recht g├╝nstig – vor allem auch im Vergleich zu unserem Wohnmobil, das nat├╝rlich deutlich mehr verbraucht.

6.500 km sind sehr sehr viel – auch f├╝r einen 6 w├Âchigen Aufenthalt. Aber das liegt daran, dass wir uns kurzfristig dazu entschieden hatten, doch noch den Kruger Nationalpark mitnehmen zu wollen. Und der liegt eben am v├Âllig anderen Ende des Landes im Vergleich zur Garden Route. Das alleine waren knapp 1.800 km je Strecke. Eine Strecke, die interessant war, einmal gefahren zu sein, aber die man sich ehrlicherweise auch sparen kann und besser einen Flieger nehmen sollte, wenn man das von vornherein plant. So w├╝rden WIR das zumindest beim n├Ąchsten Mal machen.

Und ganz zuletzt die Maut. Viele, viele Stra├čen, die wir gefahren sind waren mautfrei. Vor allem in und um Kapstadt, aber auch die gr├Â├čten Teile der Garden Route. Auf dem langen Weg von Kapstadt zum Kruger Nationalpark und zur├╝ck bis nach Port Elizabeth sind wir aber haupts├Ąchlich ├╝ber die gro├čen Autobahnen gefahren. Die sind i.d.R. mautpflichtig. Abgerechnet wird das v├Âllig automatisch ├╝ber die Autovermietung und einen Transponder hinter der Windschutzscheibe. Man muss sich um nichts k├╝mmern, nur seine Kreditkarte bei der Autovermietung hinterlegen und gut ist.┬á

Im Vergleich zu Europa sind die Mautkosten zudem relativ gering: wir haben im gesamten Zeitraum und bei, wie gesagt, bestimmt 3-4 Tausend Kilometern Autobahn insgesamt 66,85 ÔéČ Maut bezahlt.┬á┬á

Alles zusammengenommen haben wir f├╝r den Transport also 3.127,33 ÔéČ┬áausgegeben. Nochmal: wenn man den Flug rausnimmt und sich nur Mietwagen, Sprit und Maut anguckt, sind das nur 31,17 ÔéČ pro Tag. Aber alles zusammen ist es damit die teuerste Kategorie. Und die zweit-teuerste kommt jetzt:

Unterk├╝nfte

Eine Info vorab: wir finden das Preis-/Leistungsverh├Ąltnis von Unterk├╝nften in S├╝dafrika ziemlich gut. Wir haben uns nat├╝rlich nur in UNSEREM Budgetrahmen bewegt, aber wir waren von dem, was wir f├╝r das Geld bekommen haben, teilweise wirklich sehr positiv ├╝berrascht.
Es ist zwar nicht mit S├╝dostasien oder ├Ąhnlichen Regionen vergleichbar, wo wir – wenn ihr damals schon mit dabei wart, erinnert ihr euch vielleicht – f├╝r 140 ÔéČ die Woche in einem Penthouse mitten in Bangkok ├╝bernachtet haben. Das war echt ├╝berragend. Aber wie gesagt, wir waren in S├╝dafrika auch SEHR zufrieden.

Zweiter Hinweis zur Einordnung: wir sind grunds├Ątzlich sehr sparsam und kommen mit wenig zurecht. Aber die Zeiten, in denen wir in irgendwelchen Hostels mit Stockbetten und 10 Leuten im Zimmer geschlafen haben, um m├Âglichst wenig zu bezahlen, sind dann inzwischen doch vorbei. Wir haben uns immer Unterk├╝nfte gesucht, wo wir in der Regel eine ganze Wohnung oder mindestens ein eigenes Zimmer mit Kochnische, Bad & co hatten. Also jetzt auch nicht fancy Hotel oder Resort-Urlaub – mehr so Selbstverpflegung und wohnlicher Standard. Auch mal mit ein klein bisschen Luxus wie einem Pool. Und in unserem Fall auch einfach mal Urlaub vom Vanlife.┬á

Die g├╝nstigste ├ťbernachtung, die wir unterwegs hatten, war kurz vor den Toren des Addo Elephant Nationalparks. Da haben wir 12,75 ÔéČ pro Nacht bei 2 N├Ąchten gezahlt. F├╝r uns beide zusammen! Eigentlich w├Ąren es 21,59 ÔéČ┬á gewesen, was auch schon g├╝nstig gewesen w├Ąre, aber da w├Ąhrend unseres Aufenthalts tats├Ąchlich die Wasserversorgung in der ganzen Stadt ausgefallen ist, hat die Vermieterin uns dann sogar Geld zur├╝ck ├╝berwiesen.

Die teuerste Unterkunft, die wir gebucht haben, war im Marloth Park vor den Toren des Kruger Nationalparks. Da haben wir 99,80 ÔéČ pro Nacht bei 5 gebuchten N├Ąchten bezahlt. Daf├╝r haben wir dann allerdings auch ein ganzes Haus in einer ├╝berragenden Lage bekommen, mit 3 Schlafzimmern, einem Pool, von dem wir Elefanten aus beobachten konnten und allem drum und dran.

Der Durchschnitt bei den insgesamt 40 N├Ąchten lag bei 55,83 ÔéČ pro Nacht. Das ist immer der Wert f├╝r uns beide zusammen. Zusammengerechnet sind das also 2.233,39 ÔéČ f├╝r alle Unterk├╝nfte in den 6 Wochen.

Etwas unterhalb des Durchschnitts lag zum Beispiel auch unsere Unterkunft in Kapstadt, die wir ├╝ber Airbnb gebucht haben und in der wir 2 Wochen lang waren. Super zentral gelegen und mit einer ├╝berragenden Aussicht. Die hat 50,05 ÔéČ pro Nacht gekostet – daf├╝r hatten wir dann aber auch keine Klimaanlage. Trotzdem w├╝rden wir da jederzeit wieder ├╝bernachten.┬á

Oder aber in einer der Villen im Stadtteil Camps Bay, wenn wir irgendwann mal gro├č im Lotto gewinnen.­čśť

Wir haben übrigens alle unsere Unterkünfte bei Airbnb oder Booking.com gebucht. Und das immer recht spontan. Nur das Airbnb in Kapstadt hatten wir vor Abflug gebucht. Alles andere dann immer kurz vorher, da wir ein bisschen flexibel bei der Planung sein wollten. Und das hat so auch sehr gut geklappt. 

Hier eine Liste aller von uns gebuchten Unterk├╝nfte.

Verpflegung

Wir haben es gerade schon erw├Ąhnt: h├Ąufig haben wir Unterk├╝nfte gebucht, in denen wir uns selbst verpflegen konnten, in denen wir selbst kochen konnten. So sind wir das gewohnt, so machen wir das im Camper eigentlich auch zu 99 %.

Allerdings haben wir hier ja wirklich mal Urlaub gemacht und es uns daher h├Ąufiger als sonst geg├Ânnt, Essen zu gehen. Hinzu kam, dass wir festgestellt haben, dass das Preis-/Leistungsverh├Ąltnis von Essen in S├╝dafrika ebenfalls recht gut ist. Auch das ist kein Vergleich zu S├╝dostasien, aber gerade was so Dinge wie Steaks, Burger oder auch Fisch und Meeresfr├╝chte angeht, ist die Qualit├Ąt in S├╝dafrika wirklich richtig gut – teilweise ├╝berragend. Und das bei relativ geringen Preisen.

Als Beispiel: Ein komplettes Mittagessen in den Botanical Gardens in Kapstadt hat uns mit jeweils zwei Getr├Ąnken nur 20,13 ÔéČ gekostet. Und auch am Rande des Addo Elephant Nationalparks haben wir f├╝r ein Abendessen inkl. eines richtig guten Steaks, mit Eiskaffee, Cola, Bier und Trinkgeld nur rund 26 ÔéČ gezahlt – f├╝r uns beide zusammengenommen.

Da waren wir dann also ein paar mal h├Ąufiger ausw├Ąrts Essen. Das hat sich ├╝ber die 6 Wochen hinweg aufaddiert zu 432,52 ÔéČ.

Die Selbstverpflegung war letztlich teurer. Aber die Aufteilung zwischen au├čerhalb Essen und selber Kochen war ├╝ber alle Mahlzeiten hinweg wahrscheinlich so bei 40 zu 60 Prozent. Also immer noch etwas mehr Selbstverpflegung. Deswegen wundert es auch nicht, dass das insgesamt etwas teurer war. F├╝r alle Supermarktbesuche zusammengenommen haben wir 483,42 ÔéČ bezahlt.

Dazu noch ein paar Hinweise:

Wenn wir zwischendurch mal so etwas wie M├╝ckenspray, ein neues Duschgel oder Kohle f├╝r den Grill gekauft haben, dann taucht das auch hier unter Supermarkt zw. Verpflegung auf. Das haben wir nicht rausgerechnet, auch wenn man Holzkohle an sich schlecht essen kann. ­čśë

Und: ein nicht ganz unerheblicher Anteil der Supermarkt-Kosten sind auch auf Getr├Ąnke entfallen. Also alles an Wasser, Bier, Wein, Cola f├╝r die gesamten 6 Wochen. Das steckt hier auch mit drin.

Insgesamt k├Ânnen wir jetzt sagen: wenn ihr k├Ânnt und wenn ihr wollt, dann geht so viel wie m├Âglich au├čerhalb Essen: es lohnt sich. Das Essen ist vielerorts sehr sehr gut und im Verh├Ąltnis zu Europa auch definitiv recht g├╝nstig. Selbst zu kochen lohnt sich da kaum.

Aktivit├Ąten

Viele Dinge, die S├╝dafrika zu bieten hat und ausmachen, sind kostenlos. Der Besuch der vielen traumhaften Str├Ąnde, ein Roadtrip durch das Umland Kapstadts, die faszinierenden Sonnenunterg├Ąnge vor umwerfender Kulisse – selbst Pinguine kann man sich hier in freier Wildbahn kostenlos anschauen, wenn man wei├č wo.

Andere Sachen hingegen kosten aber nat├╝rlich Geld. Das reicht von hier und da mal einen Euro f├╝r die Conservation Fee eines Aussichtspunkts bis hin zu gef├╝hrten Safari-Touren im Kruger Nationalpark, wo nat├╝rlich sowieso alles teurer ist.

Wir haben hier mal ALLE Positionen aufgelistet, die wir in der Kategorie ÔÇťAktivit├ĄtenÔÇŁ verbucht haben – chronologisch gesehen.┬á

Die Gondel hoch zum Tafelberg. Das ist, wie immer, der Preis f├╝r uns beide zusammen und in diesem Fall f├╝r die Fahrt hoch UND runter.

Eine Free Walking Tour. Die k├Ânnte nat├╝rlich auch gar nichts kosten, aber das Konzept ist ja, dass die Tourguides Spenden bekommen, je nachdem, wie gut man die Tour fand. An Free Walking Touren haben wir schon in ganz vielen St├Ądten teilgenommen und wir k├Ânnen das absolut empfehlen! Wir haben direkt zwei Touren hintereinander gemacht. Eine zur Apartheits-Geschichte S├╝dafrikas und eine durch den Stadtteil Bo Kaap. Beide waren richtig gut und sehr informativ! Die Webseite des Anbieters verlinken wir euch hier.

Dann mal was kleines: die 3,05 ÔéČ, die wir hier f├╝r den ChapmanÔÇÖs Peak Drive bezahlt haben ist die Mautgeb├╝hr, die diese Strecke kostet. Der ChapmanÔÇÖs Peak Drive ist eine Panoramastra├če kurz vor den Toren Kapstadts in Richtung Kap der guten Hoffnung. Super sch├Ân! Wir sind sie danach auch nochmal in die andere Richtung gefahren und k├Ânnen die Strecke wirklich nur absolut empfehlen!

Und wenn wir dann mal weiter runter schauen, dann sehen wir hier auch noch sehr viel h├Âhere Werte. Der h├Âchste sind sicherlich die 151,44 ÔéČ f├╝r die gef├╝hrte Safari-Tour im Kruger Nationalpark. Das ist zwar relativ viel Geld und vor allem Geld, das wir eigentlich nicht eingeplant hatten, da wir den Kruger urspr├╝nglich eigentlich gar nicht machen wollten, aber das war es absolut wert! Wir haben insgesamt 3 Safari-Tage im Kruger gemacht. Zwei Mal auf eigene Faust mit dem Mietwagen, wo man dann nur das Eintrittsgeld bzw. die Conservation Fee f├╝r den Nationalpark zahlt und einmal eben eine ÔÇťrichtigeÔÇŁ Safari mit einem Guide. In unseren Videos dazu haben wir unter anderem auch zu den jeweiligen Vor- und Nachteilen berichtet. Schaut euch das gerne an. An dieser Stelle nur: beides war ├╝berragend und beides lohnt sich auf alle F├Ąlle! Das muss man einfach mal selbst erlebt haben!

Letzte Detail-Position: Ein paar Eintrittsgelder f├╝r andere Nationalparks. Die machen alles in allem einen relativ gro├čen Betrag aus. Zusammengerechnet ├╝ber 300 ÔéČ f├╝r uns beide zusammen. Und da kommen wir zu einem kleinen Tipp, den wir euch geben wollen. Wenn ihr im Vorfeld schon ungef├Ąhr wisst, was ihr machen wollt und welche Nationalparks ihr besuchen wollt, dann schaut vorher auf die Webseite der Nationalpark-Beh├Ârde S├╝dafrikas (Link), denn man kann eine sogenannte Wild Card kaufen, mit der man dann kostenlos ├╝ber 80 Nationalparks und Naturschutzgebiete besuchen kann – ein ganzes Jahr lang. Die kostet f├╝r 2 Personen umgerechnet ziemlich genau das, was wir jetzt f├╝r die einzelnen Besuche ausgegeben haben. F├╝r uns h├Ątte sich das also schon fast gelohnt – wir hatten nur vorher gar nicht damit gerechnet, alleine 3 Tage lang in den Kruger zu fahren. Also schaut euch das an, das kann recht schnell Sinn machen.┬á

Sonstiges

Und damit kommen wir schon zur letzten Kategorie. Hier haben wir alle Dinge zusammengefasst, die nicht so recht in die anderen vier Hauptkategorien passten.

Die gr├Â├čte Einzelposition ist hier der PCR-Test, den wir beide f├╝r die Einreise und den Hinflug machen mussten (126,33 ÔéČ).

Dann Internet bzw. Telekommunikation. Wir haben uns vor Ort in Kapstadt eine lokale SIM Karte von Vodacom gekauft. Ich glaube das waren 30 GB f├╝r 30 Tage und f├╝r die letzten Tage haben wir das dann nochmal aufgeladen. Das hat auch v├Âllig gereicht, da wir in eigentlich allen Unterk├╝nften WLAN hatten und das Datenvolumen der SIM-Karte daher haupts├Ąchlich zum Navigieren und zwischendurch mal Dinge-recherchieren genutzt haben.

Ein weiterer gr├Â├čerer Posten hier war die Malaria-Prophylaxe, die wir uns noch kurzfristig besorgen mussten, nachdem wir entschieden hatten, doch noch in den Kruger Nationalpark zu fahren. Das geht in S├╝dafrika gl├╝cklicherweise super easy. Man kann einfach an einen Apotheken-Schalter in einer Drogerie gehen und bekommt dort das Medikament rezeptfrei.

Bankgeb├╝hren. Wir haben zwar beide die Visa-Karte von der DKB (Link), mit der man ├╝berall auf der Welt kostenlos bezahlen und kostenfrei Bargeld abheben kann. Bzw. nur noch Dirk hat sie, da sie seit ein paar Wochen 2,95 ÔéČ im Monat kostet, nachdem sie gef├╝hlt die letzten 10 Jahre wirklich komplett kostenlos war. Naja, das Bargeld-Abheben ist von seiten der DKB auch immer noch kostenlos, aber die Betreiber der Geldautomaten, die lokalen Banken, erheben in den allermeisten F├Ąllen eine kleine Geb├╝hr f├╝r Bargeldabhebungen. Das waren hier zusammengenommen 11,60 ÔéČ.

Was hier als Bargeld aufgef├╝hrt ist, ist das Geld, das wir in bar noch in den Taschen hatten, als wir zur├╝ckgeflogen sind. Wenn also jemand noch 191 s├╝dafrikanische Rand braucht, sagt Bescheid.­čśť

All das zusammengenommen und dann noch so Kleinigkeiten wie Autowaschen & co. addieren sich auf zu 331,28 ÔéČ.

Gesamtkosten

Wenn wir alle diese Kosten nun aufaddieren, kommen wir auf insgesamt 7.125,72 ÔéČ f├╝r den gesamten sechsw├Âchigen Urlaub. Ganz sch├Ân viel Geld – zumindest f├╝r uns – aber daf├╝r hatten wir auch sechs wirklich unvergessliche Wochen in S├╝dafrika. Das w├╝rden wir niemals missen wollen.

Das brechen wir jetzt mal runter auf die Kosten pro Tag, damit ihr einen Anhaltspunkt habt f├╝r die jeweilige L├Ąnge, die IHR vielleicht plant, nach S├╝dafrika zu fliegen: Daf├╝r nehmen wir die Flugkosten, die Zugtickets und die Kosten f├╝r die PCR-Tests raus, um uns anzuschauen, was wir tats├Ąchlich VOR ORT pro Tag ausgegeben haben. Das sind 5.181,11 ÔéČ geteilt durch 42 Tage, also 123,36 ÔéČ pro Tag. Und das schlie├čt ALLES mit ein. Unterkunft, Verpflegung, Mietwagen, Sprit, Aktivit├Ąten, ALLES. Und nat├╝rlich f├╝r uns beide zusammen – also alternativ 61,68 ÔéČ pro Person.

Dazu nochmal der Hinweis: das basiert auf UNSEREN Ausgaben, auf UNSEREN Vorlieben. Ein 6 w├Âchiger Roadtrip durch S├╝dafrika kann sicherlich noch ein ganzes St├╝ck g├╝nstiger sein, wenn man das will. Man kann, wie gesagt, in Hostels ├╝bernachten, man muss keine Safaris machen und man kann sich komplett selbst verpflegen.

Auf der anderen Seite kann ein Trip nach S├╝dafrika auch SEHR SEHR viel teurer sein. Es gibt wirklich ein paar faszinierende Luxus-Unterk├╝nfte in S├╝dafrika. Sei es in Kapstadt, sei es in Private Game Reserves rund um den Kruger Nationalpark oder umgeben von Golfpl├Ątzen. Nach oben hin sind da kaum Grenzen gesetzt.

Aber wir hoffen, dass wir euch mit der Aufstellung unserer Kosten einen Anhaltspunkt f├╝r eure eigene Planung geben konnten. Wenn ihr zu irgendwas Fragen habt, wenn irgendwas unklar geblieben ist, dann schreibt uns gerne unten in den Kommentaren und wir versuchen, darauf zu antworten.

Wohnmobil

Stichwort Campervan: Warum haben wir Südafrika also nicht mit dem Wohnmobil gemacht? Das hat mehrere Gründe: 

Einer ist, dass wir nach inzwischen ziemlich genau 3 Jahren Vollzeit in unserem Campervan einfach einen Tapetenwechsel brauchten. Wir wollten uns mal f├╝r eine Weile keine Gedanken ├╝ber Stellpl├Ątze machen, dar├╝ber, wie viel Wasser noch im Tank ist oder ob wir noch genug Strom haben. Wir wollten einfach mal wieder den Alltags-Luxus haben, den man hat, wenn man in einer Wohnung wohnt. Unbegrenzt lange Duschen, ein gro├čer K├╝hlschrank, ein Wohnzimmer – sowas. Denn nochmal: seit inzwischen fast 3 Jahren leben wir nahezu ausschlie├člich auf den 8-10 m┬▓ unseres Vans.

Zweiter Grund: die Kosten. Wir haben uns im Vorfeld tats├Ąchlich ein bisschen umgeschaut und auch ein paar Wohnmobilvermietungen in S├╝dafrika angefragt. Viele davon waren komplett ausgebucht bis in den Februar hinein. Denn wie gesagt: die S├╝dafrikaner selbst sind wohl sehr Camping-begeistert und auch die ersten internationalen Touristen waren nach der Omikron-Welle letztes Jahr wieder in S├╝dafrika unterwegs.

Bei ein paar Anbietern h├Ątten wir noch einen Camper bekommen k├Ânnen. Sowohl ganz klassische, als auch solche 4x4s mit Dachzelt oder Kabine hinten drauf. Das h├Ątte irgendwo auch seinen Reiz gehabt, aber wie gesagt, wir wollten einfach mal ein bisschen was anderes machen.

UND: so ein Camper kostet in S├╝dafrika im Schnitt rund 100 ÔéČ pro Tag. Mal vielleicht 80, mal vielleicht 130 ÔéČ. H├Ąngt immer nat├╝rlich von der Saison und Nachfrage ab. Dazu noch Campingpl├Ątze, weil Freistehen in S├╝dafrika bestimmt auch irgendwie geht, aber nicht unbedingt empfohlen wird. Und Campingpl├Ątze kosten dann auch gerne mal 30 ÔéČ die Nacht. Es gibt definitiv sehr sehr sch├Âne Pl├Ątze, aber dann ist man┬á schnell bei 130 ÔéČ die Nacht nur f├╝r Camper und Stellplatz. Allein das ist schon mehr, als wir insgesamt f├╝r alles zusammen pro Tag ausgegeben haben. Das w├Ąre also finanziell einfach nicht drin gewesen. Aber wie gesagt: das war nur EIN TEIL der ├ťberlegung und der Entscheidung gegen einen Camper auf diesem Trip.

Und da wir es nicht gemacht haben, ist es ein bisschen schwer für uns, eine Empfehlung in die eine oder andere Richtung auszusprechen. 

Alles was wir sagen k├Ânnen ist: unser Trip nach S├╝dafrika hat uns auf jeden Fall SEHR viel Lust darauf gemacht, irgendwann mal mehr vom Kontinent Afrika zu erkunden. Wir kennen auch Leute, die gerade da unten mit einem Landrover unterwegs sind. Gerade in Mozambique glaube ich. Die Bilder, die wir davon immer mal wieder sehen, unterstreichen unseren Wunsch, irgendwann mal selbst mit dem eigenen Camper durch Afrika zu reisen. Wir k├Ânnen uns grunds├Ątzlich sehr gut vorstellen, irgendwann mal den gesamten Kontinent mit einem Camper zu durchqueren. Aber das sind noch keine konkreten Pl├Ąne – da haben wir vorher noch ein paar andere Sachen vor. ­čÖé

Sollten wir das aber mal in Angriff nehmen, werden wir hier sicher dar├╝ber informieren.

Und damit jetzt endg├╝ltig tsch├╝ss und viele liebe Gr├╝├če aus der Ferne!

Hier nochmal der Link zum Video:

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­čÄą Auch als YouTube-Video verf├╝gbar! Wir haben diesen Beitrag vor allem als Video produziert - mit ganz vielen begleitenden Videosequenzen aus S├╝dafrika. Ein Klick auf das Bild oben bringt euch zum Video auf unserem YouTube-Kanal.

Ein Kommentar

  • Beate+Marcus

    Hallo Tina, hallo Dirk!
    Das/die Video/s zum Thema Kosten sind sehr interessant f├╝r uns! Vielen Dank daf├╝r. Scheinbar ist Eure Art zu Reisen unserer ziemlich ├Ąhnlich – daher noch mal interessant- gerade jetzt auch nachdem wir uns mit „dem Virus“ weltweit rumschlagen m├╝ssen und Bedingungen und Preise sich sehr ver├Ąndern k├Ânnen. Wir hatten f├╝r den 08.04.2020 Fl├╝ge nach S├╝dafrika gebucht – aber dann kam Corona und hat alle PLanungen ├╝ber den Haufen geworfen. Nun hoffen wir, dass es n├Ąchstes Jahr etwas wird.
    Wir verfolgen immer noch gerne und regelm├Ą├čig eure Erlebnisse und w├╝nschen Euch eine tolle Reise nach Spanien!
    Liebe Gr├╝├če
    Beate+Marcus

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