Asien,  Pakistan

#10 Pakistan

„Fahrt nicht nach Pakistan, da seid ihr nicht sicher“. Das haben wir öfter gehört, als wir mit anderen Leuten über unsere Reiseplanung gesprochen haben. Auch unsere Eltern waren nicht gerade begeistert über unsere geplante Route. Seit 9/11 genießt Pakistan einen schlechten Ruf in den Medien. Wir wollten uns aber ein eigenes Bild machen. Vor allem, da wir von anderen Reisenden sehr viel Positives über die Landschaft und die Gastfreundschaft der Pakistani gehört hatten. Also sind wir nach Pakistan gefahren, sind ganz im Norden von China aus eingereist und für zwei Wochen geblieben. Am Ende gab es nur ein einziges Problem: zu wenig Zeit, um noch länger zu bleiben in diesem faszinierenden Land mit seinen herzlichen Menschen. Für uns steht fest, Pakistan ist unbedingt eine Reise wert!

Erster Eindruck

Es ist Donnerstag, der 26. September 2019 und wir stehen auf knapp 4.800m auf dem Khunjerab Pass am Übergang zwischen dem Hindukusch- und Karakorum-Gebirge. Heute Morgen sind wir auf der chinesischen Seite des Passes in Richtung Pakistan aufgebrochen und gerade eben haben wir das markante Tor durchfahren, das die Grenze zwischen diesen beiden Staaten markiert. Der Khunjerab Pass bildet die höchstgelegene befahrbare Grenze der Welt und auch den höchstgelegenen Geldautomaten der Welt kann man hier finden. Was uns aber als aller erstes ins Auge fällt, sind etwa 50 Pakistani, die scheinbar hierher gekommen sind, um einmal an der chinesischen Grenze zu stehen und die schöne Aussicht zu genießen.

Schnell werden Annemarie, Klaas, Omar, Brian, Ashim und wir (die Gruppe, die soeben China bzw. die chinesische Provinz Xinjiang gemeinsam durchquert hat) zu beliebten Fotomotiven. Dutzendfach werden wir um Selfies gebeten und dabei stets freundlich angesprochen sowie herzlich im Land willkommen geheißen. Innerhalb weniger Minuten haben wir mehr nette Gespräche mit Einheimischen geführt, als in den gesamten vier Tagen zuvor in China. Keine Spur von dem vermeintlich so gefährlichen Pakistan, von Taliban und Terroristen. Kommt das vielleicht alles noch oder ist Pakistan letztlich auch einfach einer dieser Fälle, wo die Taten einiger Weniger den Ruf eines ganzen Landes beschädigen?

Wir brechen auf in Richtung Süden, denn wir sind zwar bereits auf pakistanischem Boden, jedoch sind wir noch nicht offiziell eingereist -- der Grenzposten liegt 85 km weiter unten im Tal. Die Fahrt dorthin hält einige Überraschungen bereit. Zuerst die wahnsinnig schöne Natur, die sich vor uns und um uns herum zeigt. Wir sind umgeben von hohen Bergen, die sich teils schneebedeckt und häufig dramatisch um uns herum auftürmen. Die Straße führt kurvenreiche Serpentinen hinab und schlengelt sich dann an einem Fluss entlang durch eine Reihe von Tälern. Andere Fahrzeuge sehen wir kaum. Je weiter wir uns dem Dorf Sost und damit dem Grenzposten und unserem auserwählten Nachtlager nähern, desto mehr reißt die Wolkendecke am Himmel auf und gibt den Blick auf immer schönere Berggipfel frei.

Im Gegensatz zu uns, können Brian und Omar die Fahrt hinab ins Tal leider nicht so genießen. Denn nachdem Omar bereits in China Probleme mit seinem Motorrad hatte, hat nun nach wenigen Kilometern in Pakistan auch die improvisierte Batterie-Konstruktion an seinem Bike den Geist aufgegeben. Brian schleppt Omar an einem Seil ab und wir fahren mit Warnblinkern hinterher, um sie nach hinten hin abzuschirmen. Das stellt sich als gute Idee heraus, denn als wir gerade am Fluss entlang durch eine tiefe Schlucht fahren, übersieht Omar einen auf der Straße liegenden Stein und fährt drüber. Er kann einen Sturz zwar so gerade noch vermeiden, allerdings bricht durch den Schlag aufs Hinterrad sein Gepäckträger und er verliert einen Teil seines Gepäcks. Wir sammeln die Kisten kurzerhand auf und verstauen sie in unserem Van. Bis zu Brians und Omars Hotel fungieren wir so als Begleitfahrzeug.

Sost -- unser erstes Dorf in Pakistan

Am späten Nachmittag erreichen wir Sost, ein kleines Dorf in der Provinz Gilgit-Baltistan, in dem sich der Grenz- und Zollposten zur offiziellen Einreise nach Pakistan befindet. Nach wenigen Minuten und kurzen, netten Gesprächen mit den Grenzbeamten haben wir die Einreisestempel im Pass und das ausgefüllte Carnet de Passages schon wieder in der Hand. Das hat an anderen Grenzen auch schon mal mehrere Stunden gedauert.

Da wir Omars Sachen noch im Van haben, fahren wir erst einmal zum Embassy Hotel, in dem sich die beiden bereits im Vorfeld eingebucht hatten. Danach wollen wir uns selbst einen Schlafplatz außerhalb des Dorfes suchen. Das Hotel liegt etwas oberhalb des Dorfes auf einem Hügel. Als wir die Aussicht vom Gelände des Hotels aus erblicken, wollen wir aber plötzlich nichts lieber, als genau hier die Nacht zu verbringen. Hier vom Hügel hat man einen 360° Panorama-Blick auf die umliegenden Berge, auf die die untergehende Sonne gerade mit ihren letzten Strahlen ein orangenes Glühen wirft. Wirklich atemberaubend.

Wir fragen den Hotelbesitzer und er willigt sofort ein, dass wir die Nacht über im Blumen-bewachsenen Innenhof des Hotels parken und übernachten dürfen. Geld will er dafür nicht. Auch unser Abendessen ist an diesem Abend kostenlos, da Omar Brian und uns für die Hilfe mit seinem Motorrad in den letzten Tagen einlädt. Und so verbringen wir ungeplant einen weiteren wundervollen Abend in toller Gesellschaft.

Am nächsten Tag trennen sich unsere Wege dann aber endgültig. Am Morgen machen wir uns noch gemeinsam auf die Suche nach einem Geldautomaten, der unsere ausländischen Karten akzeptiert, bleiben aber erfolglos. Letztlich tauschen wir alle etwas Geld beim Grenzposten. Tina und ich wollen uns davon als erstes eine SIM-Karte kaufen, um nach den Tagen der Abschottung in China mal wieder zu schauen, was da draußen in der Welt so los ist. Leider bleiben wir auch damit erfolglos, da uns alle Händler sagen, dass lediglich die Mobilfunk-Shops im etwas größeren Hunza SIM-Karten an Ausländer verkaufen können (in Pakistan müssen alle SIM-Karten registriert werden und nur die größeren Shops haben Zugriff auf das System). Hunza ist knapp 90km weiter südlich -- wir entscheiden uns dazu, dorthin aufzubrechen. 

Den Karakorum Highway hoch und runter

Wie bereits die Strecke vom Khunjerab Pass nach Sost sowie die Strecke davor vom chinesischen Kashgar bis hin zur pakistanischen Grenze, führt auch die Strecke von Sost bis nach Hunza über den berühmten Karakorum Highway. Hier in Pakistan heißt er „China-Pakistan Friendship Highway“, was bereits auf den chinesischen Einfluss beim Ausbau dieser Straße hindeutet. Wir können also den guten Asphalt hier wieder einmal genießen, da der Karakorum Highway Teil der chinesischen „One Road, One Belt“-Initiative ist, die häufig auch als „Neue Seidenstraße“ betitelt wird. Hier in Pakistan ist es das Ziel der Chinesen, ihr Exportnetz um die pakistanische Hafenstadt Gwadar zu erweitern, die eine strategisch wichtige Lage am Arabischen Meer inne hat.

Wir freuen uns sehr über die gute Straße, da wir so entspannter den Blick auf die umliegende Landschaft richten können. Die ist nämlich auch hier wieder einmal wahnsinnig schön. Wer Berge mag, dem wird der Norden Pakistans sicher extrem gut gefallen.

Wir fahren durch dass Passu Tal, vorbei an der Husseini Hängebrücke, die auf 193m Länge den Hunza Fluss überspannt und durch die kilometerlangen Tunnel, die den türkis-blauen Attabad See umkurven. Der Attabad See ist ein natürlicher Stausee, der 2010 bei einem großen Erdbeben entstanden ist, als ein riesiger Erdrutsch das Tal versperrt hat und im Zuge dessen auch die einzige Straße mitgerissen hat -- 5 Jahre hat es gedauert, bis die Tunnel erbaut wurden und der Weg für Autos wieder frei war. In der Zwischenzeit ging es nur mit Booten weiter. 

Schließlich erreichen wir das Hunza Tal, das uns mit seiner unglaublichen Schönheit umhaut. Ein reißender Fluss, saftiges Grün, schroffe Berge, schneebedeckte Gipfel -- alles gepackt in ein 360° Panorama. Sieben Siebentausender kann man von hier aus sehen. Einzigartig. Hier wollen wir bleiben. Aber da es uns auch in Passu, wo wir am Vormittag durchs Tal gefahren sind, schon so gut gefallen hat und wir dort in der iOverlander-App einen äußerst coolen Campspot im Flussbett gefunden haben, entscheiden wir uns dazu, nach dem SIM-Karten-Kauf erst noch einmal zurück zu fahren und die Strecke dann noch einmal in aller Ruhe zu erkunden.

Wir machen uns also auf den Rückweg nach Passu, fahren dabei am Passu Gletscher vorbei und begeben uns auf die Suche nach dem Campspot. Wir finden ihn auch, können ihn aber leider nicht erreichen, da der Weg dorthin zu sehr offroad für unseren niedrig liegenden Van ist. Wir übernachten stattdessen auf dem Parkplatz eines Guesthouses/Restaurants, dessen Betreiber abermals sofort einwilligt, uns dort stehen und übernachten zu lassen. Bei leckerem Chicken Curry beobachten wir einen tollen Sonnenuntergang, der die gegenüberliegende Bergkette, die sogenannten Passu Cones, die wir bereits auf dem Hinweg bewundert hatten, in wundervolles Licht taucht.

Am nächsten Tag fahren wir dann in gemächlichem Tempo zurück in Richtung Hunza Tal. Wir fahren diesen Teil der Strecke jetzt schon zum dritten Mal, erfreuen uns aber noch immer sehr an der Umgebung. Bei der Husseini Hängebrücke, die über Pakistans Grenzen hinweg den Ruf einer der gefährlichsten Brücken der Welt hat, legen wir einen Stop ein. Tina hat Höhenangst, aber ich will mir das Erlebnis natürlich nicht entgehen lassen und einmal über die Brücke laufen. Da an diesem Tag Arbeiten auf der Brücke stattfinden, ist sie eigentlich für Besucher gesperrt. Nach ein paar überzeugenden Worten mit dem zuständigen Aufpasser, lässt er mich aber glücklicherweise trotzdem auf die Brücke.

Die Brücke ist 192m lang, an zwei Stahlseilen aufgehängt und führt über den reißenden Hunza River, der zwar jetzt im Herbst eine nicht allzu starke Strömung aufweist, in den man aber trotzdem lieber nicht fallen will. Die Lauffläche besteht aus schmalen Holzplanken, die in einem Abstand von 30-60cm zueinander angebracht sind. Hier muss man schon Vertrauen in die Konstruktion mitbringen, wenn man da rüber laufen will. Das bringe ich mit. Genauso wie die netten Damen, die auf der anderen Seite der Brücke eine Wasserleitung verstärken und mich kurzerhand bitten, Fotos von und mit ihnen zu machen. Ich wünschte, ich hätte auch unsere Polaroid Kamera mitgebracht.

Hunza Valley

Am Nachmittag sind wir zurück in Karimabad im Hunza Tal. Wir steuern das Embassy Hotel an, von dem wir gehört hatten, dass man dort gut im Auto übernachten könne. Das stellt sich schnell als richtig heraus, denn der Hotelmanager leitet uns auf eine kleine, eingezäunte Grasfläche vor dem Hotel, von der man einen wahnsinnig schönen Ausblick auf das Tal und die umliegenden Berge des Karakorum Gebirges hat. Wir trinken Tee, schicken die Drohne in die Luft und kommen aus dem Fotos machen gar nicht mehr heraus.

Als ich gerade auf der Dachterrasse sitze und die Aussicht genieße, setzt sich der Hotelmanager neben mich. Er spricht tatsächlich etwas Deutsch und freut sich, die Sprache endlich mal wieder sprechen zu können. Seine Sprachkenntnisse rühren noch aus Zeiten, zu denen viele Reisegruppen aus Deutschland in das Hunza Tal gekommen seien, berichtet er. In den 80er und 90er Jahren wäre Pakistan ein sehr beliebtes Reiseland gewesen. Die Leute kamen zum Wandern in die Berge oder für den Hippie-Lebensstil im Süden. Doch mit den Terroranschlägen vom 11. September 2001, dem anschließenden Afghanistankrieg und der mutmaßlichen Beteiligung Pakistans sei der Tourismus schlagartig zum Erliegen gekommen. Heute beginne sich die Situation langsam zu erholen, jedoch sei man noch sehr weit von den damaligen Zeiten entfernt.

Er fragt mich, ob wir uns hier in der Provinz Gilgit-Baltistan sicher fühlten und bittet mich, als ich die Frage mit „Ja, absolut. Alle Leute, die wir bisher getroffen haben, waren wahnsinnig nett und gastfreundlich zu uns.“ beantworte, diese Einschätzung mit nach Hause zu tragen und Menschen dazu zu ermutigen, seine Heimat wieder als Reiseland zu erkunden. Natürlich verschließt auch er seine Augen nicht vor der Tatsache, dass es Taliban und radikale Extremisten in Pakistan gibt. Das seien jedoch nur sehr Wenige und schlechte Menschen gäbe es doch in jedem Land, oder?! Da muss sich jeder natürlich sein eigenes Bild machen und für sich selbst abschätzen, wie er/sie dazu steht. Aber zumindest vor dem Hintergrund unseres sehr kurzen Aufenthalts in einem kleinen Teil Pakistans will ich an dieser Stelle sagen: Gebt dem Land eine Chance -- es ist sehr sehr schön.

Was für ein Zufall

Wir bleiben drei Tage im Hunza Valley, laufen ein bisschen umher und arbeiten bei schöner Aussicht an Blog und Video. Am letzten Tag stellt sich ein Geländewagen neben uns auf den Stellplatz und die drei Insassen bauen ein Zelt auf. Einer von ihnen stellt sich uns als Sana vor. Tatsächlich haben wir Sana schon einmal gesehen -- auf YouTube, als wir vor knapp einem Jahr zuhause ein Video von australischen Overlandern geschaut haben, die auf ihrem Weg von Australien nach England auch durch Pakistan gefahren sind. Sie sind ein paar Tage mit ihm zusammen durchs Land gefahren und haben bei ihm in der Hauptstadt Islamabad, wo er so etwas wie einen kleinen Stellplatz für Overlander betreibt, übernachtet. Wir hatten uns damals gesagt, dass auch wir da gerne übernachten wollen, wenn es soweit ist und hatten bereits seine Kontaktdaten recherchiert. Und jetzt steht er doch tatsächlich zufällig vor uns -- 600km von Islamabad entfernt.

Er ist gerade mit Freunden und Geschäftspartnern auf einer seiner vielen Offroad-Touren durch Pakistan. Vor gut einem Jahr hat er seine Leidenschaft zum Beruf gemacht und mit „Coyote Trail“ einen Anbieter für Expeditionen und Offroad-Touren durch Pakistan gegründet. Im Hunza Valley will er jetzt Drohnenaufnahmen für einen nächsten Imagetrailer filmen. Wir verstehen uns auf Anhieb gut und sitzen bis zum späten Abend zusammen. Er gibt uns so viele Tipps für mögliche Ausflugsziele, dass wir stark in Erwägung ziehen, doch ein ganzes Stück länger in Pakistan zu bleiben, als wir es eigentlich geplant hatten. Aber letztlich müssen wir uns eingestehen, dass wir die Zeit leider nicht haben, da wir in den kommenden Wochen ja im nepalesischen Himalaya eine lange Wanderung machen wollen und die wettergebundene Saison dafür sehr begrenzt ist. 

Außerdem erfordern die meisten Ziele, die Sana uns vorschlägt und zu denen er immer auch äußerst überzeugende Fotos parat hat, dass man mit einem geländegängigen Fahrzeug unterwegs ist. Das müssen wir dann also bei einem anderen Mal in Angriff nehmen. 

Rama Lake

Einen Abstecher, den Sana uns empfiehlt, wollen wir dann aber doch noch machen. Er sagt, den Rama Lake können wir auch mit unserem Van erreichen. Am nächsten Morgen machen wir uns also auf den Weg. Die Einladung Sanas, dass wir in Islamabad natürlich gerne bei ihm auf dem Stellplatz übernachten können, haben wir da schon erhalten. Genauso wie die Telefonnummer seiner Frau, die uns den Schlüssel geben würde, da er erst einige Tage nach uns wieder zurück nach Islamabad kommt.

Sana hat recht, dass wir den Rama Lake auch mit unserem Van erreichen können. Allerdings bringt die steile, steinige, unebene Straße unser Auto wirklich an seine Grenzen. Wir brauchen länger als geplant und kommen erst nach Einbruch der Dunkelheit auf dem Wald-Stellplatz in der Nähe des Bergsees an. Als wir am nächsten Morgen gerade unseren Kaffee trinken, klopft ein freundlicher Polizist an unsere Scheibe. Er fragt uns kurz nach unseren Plänen aus, hofft mit uns, dass die vielen Wolken am Himmel bald verziehen und will sich dann der Ordnung halber unsere Namen und Visa-Nummern notieren. Den Stift und Zettel dafür leihen wir ihm gerne.

Im Anschluss machen wir uns auf den Weg, die 1,5 Stunden hoch zum See zu laufen. Die Wolken verschwinden leider nicht, aber auch so ist die Natur um uns herum super schön. Die Bäume und Pflanzen auf den umliegenden Bergen leuchten in unterschiedlichen Farben und zeigen so deutlich an, dass auch hier langsam der Herbst Einzug erhält. Abgerundet wird die Landschaft durch den frisch gefallenen Schnee auf den Berggipfeln. Als wir schließlich den See erreichen, liegen die Wolken leider tief und es fängt an zu regnen. Aber wir lassen uns die Laune davon nicht verderben, gehen zurück zum Auto und werfen die Heizung an.

Auf dem Weg in die Hauptstadt Islamabad

Gerne wären wir von hier noch weiter gen Osten zur Deosai Hochebene gefahren, jedoch trauen wir uns das nach der grenzwertigen Straße hoch zum Rama Lake nicht. Stattdessen entscheiden wir, nun in Richtung Islamabad aufzubrechen. Zwei Tage dauert die Fahrt. Zunächst geht es vom Rama Lake wieder zurück hinab ins Tal. Bei blauem Himmel und Tageslicht können wir die Fahrt dieses Mal deutlich mehr genießen. Die Aussicht ist wieder wahnsinnig schön und wir fühlen uns etwas wie in den österreichischen Alpen. Kleinere Erdrutsche versperren zwei Mal kurz die Straße, aber ansonsten kommen wir gut voran.

Wir fahren vorbei am Dorf Chilas, von dem es heißt, es sei so etwas wie die letzte Taliban-Hochburg im Norden. Overlander die hier in der Vergangenheit übernachten wollten, wurden von der Polizei weggeschickt. Hier ist es auch, dass wir an Felsen am Straßenrand die prägnanten schwarze Flaggen aufgemalt sehen, die so sehr an die IS-Flaggen erinnern. Wir müssen durch zwei Polizeikontrollen, an denen schwer bewaffnete Polizisten stehen und unsere Namen in große Bücher schreiben, ansonsten aber vielmehr daran interessiert sind, Fotos mit uns zu machen. Es herrscht stets eine sehr gelassene und freundliche Atmosphäre.

Wir überqueren den 4.270m hohen Babusa Pass, auf dem es etwas beginnt zu schneien, fahren an einem Fluss vorbei, auf dem wir Rafting-Schlauchboote sehen und kehren abends im Dorf Naran ein. Auf dem Parkplatz des Guesthouses, auf dem wir abermals kostenlos stehen dürfen, erspähen wir das Motorrad von Ashim, der hier ebenfalls einen Zwischenstopp einlegt.

Am nächsten Morgen geht es weiter in Richtung Islamabad. Je weiter wir fahren, desto grüner wird die Landschaft. Kurz vor der Stadt Abbottabad, die internationale Bekanntheit erlangt hat, da hier 2011 Osama Bin Laden von US-Kräften getötet wurde, erblicken wir plötzlich einen nagelneuen McDonald’s. Da wir bereits seit Georgien in Juli keinen mehr gesehen haben, entschließen wir uns kurzerhand dazu, hier eine schnelle Mittagspause einzulegen. Für uns eine äußerst willkommene Abwechslung.

Abends erreichen wir Islamabad, können dann aber leider die Frau von Sana nicht anrufen, da unsere zweite SIM-Karte für diesen Teil Pakistans nicht funktioniert. Sie wurde anscheinend gar nicht erst aktiviert. Da es schon spät ist und wir uns erst morgen darum kümmern können, entscheiden wir uns dazu, die Nacht vor dem eingezäunten Grundstück von Sanas Stellplatz zu verbringen. Das klappt reibungslos.

Islamabad

Am nächsten Morgen lösen wir das SIM-Karten Problem und besorgen uns kurz darauf den Schlüssel zum Stellplatz. Das kleine eingezäunte Areal inmitten einer schicken Wohngegend besteht aus einer Auffahrt, die Platz für 1-2 Overland-Fahrzeuge bietet, zwei Rasenflächen, auf denen bei Bedarf Zelte aufgeschlagen werden können und einer kleinen Hütte, in der eine Schlafcouch, ein Fernseher und eine angrenzende Toilette untergebracht sind. Der Strom kommt von einer Solaranlage auf dem Dach. Wer hier übernachten möchte, muss umgerechnet lediglich 3 US-Dollar aufbringen und bekommt dafür inmitten der Millionenmetropole einen schönen Rückzugsort mit viel Privatsphäre und einem so schnellen WLAN, wie wir es bisher auf der gesamten Reise nicht hatten.

Sana, wie sich später herausstellt (und wie der günstige Preis für die Übernachtungen bereits hat vermuten lassen), betreibt die Unterkunft nicht um Geld zu verdienen, sondern vielmehr aus grundehrlicher Freude daran, Overlandern einen Anlaufpunkt zu geben. Sana ist ein sehr offener und geselliger Mensch, den es einfach freut, Reisende um sich herum zu haben und ihnen Pakistan näher bringen zu können. Auch sein Offroad-Touren-Unternehmen betreibt Sana eher so als Beschäftigung nebenbei (bzw. auch, weil sein Vater Druck gemacht hat, er solle jetzt endlich mal etwas Vernünftiges machen). Wie er uns später erzählt ist Sana nämlich Enkel eines ehemaligen pakistanischen Präsidenten und damit Teil einer Familie, deren Ansehen hoch und deren finanzielle Lage gesichert ist.

Wir nutzen die Tatsache, dass wir das Grundstück komplett für uns alleine haben dazu, nach langer Zeit endlich mal wieder Wäsche zu waschen. Eine Waschmaschine gibt es nicht und so waschen wir alles per Hand mit heißem Wasser aus unserem 12l-Warmwasserboiler im Auto. Während unsere Sachen im Garten trocknen, arbeiten wir mal wieder am Blogeintrag über Tajikistan, Skypen mit Freunden und Familien zuhause, waschen das Auto, färben Tinas Haare, schneiden meine Haare und stocken unsere Lebensmittelvorräte auf.

Am dritten Tag kommt uns Sana besuchen, der inzwischen von seiner Tour zurückgekehrt ist, und fragt uns, ob es okay wäre, wenn am nächsten Tag vier weitere Overlander auf dem Gelände übernachten würden. Da wir ja sowieso alles, was wir brauchen, in unserem Van haben, ist das für uns natürlich okay. Wie sich später herausstellt, handelt es sich bei zwei der Neuankömmlinge um Annemarie und Klaas, mit denen wir schon China durchquert hatten und auf deren Wiedersehen wir uns sehr freuen. Die anderen beiden sind Katja und Ruben, zwei Deutsche, die mit ihren Motorrädern Asien bereisen und nun bereits das zweite Mal hier bei Sana unterkommen. Sana -- gastfreundlich wie er ist -- besorgt Abendessen für uns alle; Tina und ich steuern die Getränke bei; und so sitzen wir bis in den späten Abend zusammen im Garten und reden viel, lachen viel und haben einen tollen Abend.

Eigentlich wollten Tina und ich am nächsten Morgen aufbrechen und in Richtung Indien/Nepal fahren. Sana überredet uns jedoch, noch einen Tag zu bleiben. Er will uns gerne Islamabad zeigen und uns alle zusammen abends zum Essen auf das Grundstück eines Freundes einladen, das etwas außerhalb von Islamabad auf einem Hügel liegt. Spätestens als er darauf besteht, uns am Morgen auch noch zum Frühstück zu sich nach Hause einzuladen, können wir nicht mehr ausschlagen.

Annemarie und Klaas begleiten uns nicht, da die beiden leider in eine Werkstatt müssen, um das Getriebe ihres Troopys reparieren zu lassen. Katja, Ruben, Tina und ich stehen jedoch um 9 Uhr auf der Fußmatte von Sanas Haus und sitzen wenig später im Wohnzimmer auf dem Boden um eine große Decke herum und genießen ein köstliches Frühstück. Danach bekommen wir eine Tour durch das Haus und erfahren Vieles über die Familiengeschichte. Als Ruben in Sanas Schlafzimmer eine schusssichere Weste entdeckt, wird er neugierig. Schließlich sind Waffen in Pakistan allgegenwärtig. Kurze Zeit später hat Sana sein gesamtes Arsenal ausgepackt: Zwei AK-47 Maschinengewehre, ein Scharfschützengewehr, mehrere Pistolen und Munitionsgürtel. Definitiv ein komisches und irgendwie auch etwas beängstigendes Gefühl -- auch wenn Sana versichert, es seien hauptsächlich Sammelstücke und würden maximal mal zum Jagen von Tieren gebraucht. Zwar lehne ich Waffengewalt entschieden ab, jedoch kann auch ich mich nicht der Möglichkeit entziehen, ein Foto in voller Montur zu machen.

Im Anschluss machen sich Katja und Ruben auf den Weg, ihre Motorräder zu waschen. Tina und ich steigen stattdessen bei Sana ins Auto und fahren ein paar Stunden durch Islamabad. Wir sind erstaunt, wie modern die Stadt doch ist. Sana erklärt, dass Islamabad quasi am Reißbrett entstanden ist, da die Nachbarstadt Rawalpindi aus allen Nähten platzte und den neu hierher verlegten Regierungssitz mit allerlei Institutionen nicht mehr aufnehmen konnte. Einen Stopp legen wir unter anderem bei der Faisal Moschee ein. Die riesige, markante Moschee mit Beduinenzelt-Architektur bietet zusammen mit ihrem Hof Platz für bis zu 74.000 Gläubige. Ihre symmetrische Architektur sowie ihre Lage am Rand der Stadt mit Wald-bedeckten Hügeln im Hintergrund machen sie zu einem tollen Foto-Motiv.

Abends treffen wir Katja und Ruben wieder und fahren zusammen mit einigen Freunden Sanas zum besagten Grundstück etwas außerhalb von Islamabad. Wir genießen einen tollen Ausblick über die Stadt, sehen die Sonne untergehen und verspeisen dabei wieder einmal ein köstliches pakistanisches Abendessen. Wir sitzen lange zusammen und die Stunden vergehen wie im Flug. Dabei kommt das Gespräch irgendwann auf die Taliban und die Freunde von Sana fragen uns, ob wir uns während unserer Aufenthalte in Pakistan sicher gefühlt hätten. Wieder antworten Tina und ich wahrheitsgemäß mit „Ja“. Auch Katja und Ruben, die insgesamt sechs Wochen im Land unterwegs waren und sehr viel mehr Ecken gesehen haben, unterstreichen das. Wie schon der Hotelmanager im Hunza Valley verschließen auch die Freunde von Sana ihre Augen nicht vor dem Problem der Taliban und sagen, dass es Regionen in Pakistan gibt, wo nicht einmal sie hinfahren würden. Aber das betreffe eben nur kleine Teile. Pakistan im Großen und Ganzen sei sicher. Wir glauben das. Und wir hoffen, in der Zukunft irgendwann noch einmal wiederkommen zu können. Es gibt noch so viel zu erkunden: Den Nanga Parbat mit seinen Fairy Meadows, den K2, den Passu Gletscher, die Deosai Hochebene, viele abgelegene Täler mit reicher Kultur, der gesamte Süden des Landes,…, etc.

Richtung Indien

Am nächsten Tag heißt es dann aber endgültig, Abschied zu nehmen. Tina und ich machen uns auf den Weg ins 300km entfernte Lahore, vor dessen Toren die Grenze zu Indien liegt. Unser Plan ist es, von hier auf schnellstem Weg nach Kathmandu, Nepal, zu kommen, um von dort aus dann in die Mt. Everest Region aufzubrechen, in der wir dann etwa einen Monat wandern gehen und den sogenannten „Three Passes Trek“ meistern wollen. Davon berichten wir euch dann in im nächsten Blogeintrag.

Jetzt wünschen wir euch erst einmal viel Spaß beim Anschauen unseres Videozusammenschnitts und senden beste Grüße in die Heimat.

Tina & Dirk

6 Kommentare

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    Peter

    Hallo Tina & Dirk

    Ich verfolge eure Tour schon eine Zeitlang mit Interesse. Wir planen im Frühjahr 2020 ebenfalls zu etwas ähnlichem aufzubrechen, Richtung Mongolei ( vermutlich ohne China, Pakistan, Indien)
    Wir hatten uns zu diesem Zweck auch schon ein 4×4 Fahrzeug angeschafft, welches sich im nachhinein als Reinfall entpuppte, aufgrund zu vieler, teilweiser gravierenden Mängeln. Aus diesem Grund mussten wir es später wieder verkaufen. Nun suchen wir für uns wieder ein Fahrzeug und Fragen uns, ob 4×4 Antrieb dringend notwendig ist.

    Was mir bei euch deshalb speziell auffällt ist, dass ihr euch an diese Tour gewagt habt ohne 4×4 Fahrzeug. Da ich davon ausgehe, dass sich andere Zuschauer, auch dafür interessieren, möchte ich euch bitten zum Fahrzeug noch etwas mehr zu berichten. Speziell meine Fragen dazu:
    Ward Ihr oft eingeschränkt, dass Routen nicht passierbar waren aufgrund geringer Fahrzeugbodenfreiheit bzw. fehlendem 4×4?
    Seit Ihr oft damit steckengeblieben (einmal an einem Fluss in Nepal oder Pakistan, war im Videoclip sichtbar)?
    Würdet Ihr die Reise erneut mit einem ein normalen Womo auf Ducato Basis antreten?

    Seit Ihr euch bei eurem weiteren Tourverlauf sicher, in Thailand mit Fahrzeug einreisen zu können? Habe mal irgendwo gelesen, dass dies seit das Militär die Regierungsgeschäfte übernommen hat nur noch begrenzt möglich ist?

    Besten Dank für eure Antworten. Ich würde mich auch freuen, wenn Ihr Sie in einem folgenden Videoclip einbauen würdet.

    Viele Grüsse

    Peter

    • Let's get otter here

      Let's get otter here

      Hallo Peter,

      es freut uns sehr, dass du den Weg hierher gefunden hast. Weniger erfreulich ist natürlich, dass euer 4×4-Fahrzeug so viele Mängel hatte. Wir drücken schon einmal die Daumen, dass das nächste Mobil euren Vorstellungen gerechter wird.

      Wir stellen gerade fest, dass sich die Fragen nach unserem Ducato und unseren Erfahrungen damit auf dieser Reise häufen. Es wäre also wohl wirklich sinnvoll, unsere Gedanken dazu mal in einem Video und/oder Blogeintrag zusammenzufassen. Tatsächlich hatten wir über etwas Ähnliches bereits nachgedacht, jedoch bisher die Zeit dazu nicht gefunden. Wir sind aber sehr guter Dinge, dass wir, sobald wir im in Südostasien ankommen und erst einmal keine weiteren Grenzübergang-Deadlines auf uns warten, endlich Zeit dafür haben. Da das für eure Fahrzeug-Überlegungen wohl etwas spät ist, will ich deine Fragen gerne vorab in Kürze hier beantworten:

      – Einen Allradantrieb haben wir tatsächlich bisher kaum vermisst. Klar, gar keine Frage, uns hätte 4×4 in der ein oder anderen Situation sicherlich etwas geholfen (wie bspw. in der von dir angesprochenen Nepal-Situation) oder es hätte uns die Möglichkeit gegeben, uns gelegentlich vielleicht noch weiter offroad zu wagen (auf Strände oder tiefer in die Wüste), als wir es ohnehin schon getan haben. Aber wirklich eingeschränkt hat uns das bisher nicht.

      – Sehr viel wichtiger ist aus meiner Sicht ausreichend Bodenfreiheit. Die haben wir tatsächlich nicht so richtig. Vor allem an der Stelle, wo die ausfahrbare Trittstufe angebracht ist. Die hätten wir besser mal Zuhause abgebaut. Aber auch ohne die Trittstufe ist der Werks-Ducato recht niedrig. Entsprechend mussten wir immer äußerst vorsichtig sein, sobald wir uns abseits von asphaltierten Straßen bewegt haben. Und trotz großer Vorsicht war es nicht immer möglich, ein Aufsetzen zu vermeiden (es wäre vielleicht möglich gewesen, aber wir wollten uns ja auch gerne mal abseits der befestigten Straßen bewegen, wie du im Tajikistan- oder Nepal-Video sicherlich gesehen hast; einige weitere Ausflüge wie bspw. in die noch abgelegeneren Täler Pakistans sind wir deswegen gleich von vornherein nicht angegangen). Dabei sind wir nie so dramatisch aufgesetzt, dass wir nicht hätten weiterfahren können oder dass wirklich etwas kaputt gegangen ist (abgesehen von der verbogenen Trittstufe), aber jedes Aufsetzen schmerzt natürlich trotzdem. Hätte uns vor dem Trip jemand empfohlen, unseren Ducato etwas aufzubocken, hätten wir wahrscheinlich noch aus Kostengründen abgelehnt und gesagt, dass wir uns dann halt nicht so sehr von den asphaltierten Straßen entfernen. Aus heutiger Sicht halte ich das jedoch für eine absolut sinnvolle Investition, wenn man sich auf die Straßen begibt, auf die wir uns begeben haben (und die Mongolei mit den vielen unbefestigten Straßen und potenziellen Flussüberquerungen liegt ja noch vor uns).

      – Klares „Ja“ zur Frage, ob wir noch einmal mit einem Ducato-Wohnmobil auf diese Reise gehen würden. Für uns ist der Komfort eines fest eingebauten Betts, einer Toilette, Dusche, Heizung etc. (z.B. im Vergleich zu einem Defender oder LC mit Aufstelldach) einfach wichtiger als die nch größere Offroad-Fähigkeit. Nur etwas mehr Bodenfreiheit würden wir ihm, wie gesagt, beim nächsten Mal verschaffen. Und noch eine Einschätzung dazu: Unser Ducato ist 5,40m lang. Eine längere Variante würde ich nicht unbedingt empfehlen.

      – Was Thailand angeht, sind wir uns noch nicht 100%ig sicher, ob es klappt. Wir sind aber nach wie vor sehr optimistisch. Wir können dir am 13. Januar berichten, ob es funktioniert hat 🙂 Solltest du auf Facebook sein, können wir zudem folgende Gruppe empfehlen: https://www.facebook.com/groups/1024579897597702/ Hier werden die aktuellsten Erfahrungen an den unterschiedlichen Grenzübergängen diskutiert. Unsere Erfahrungen werden wir dann garantiert im Thailand-Video aufführen.

      Ich hoffe, das hilft dir schon einmal etwas weiter. Wenn du sonst noch Fragen hast, lass es uns gerne wissen.
      Mit den besten Grüßen aus der Ferne,
      Dirk

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        Peter

        Hallo Tina & Dirk

        Vielen Dank für eure Antwort. Ich habe mich sehr gefreut. Es ist schon einen Moment her, seit Ihr geantwortet habt. Ich habe dies leider eben erst gesehen.

        Ich stelle fest das unsere Kriterien bzgl. Komfort in die gleiche Richtung geht. Es soll auch ein Wohnmobil/(Expeditionsmobil) mit Dusche, Heizung anständig grossem Bett sein. Uns gefällt im aktuell der Karmann Dexter 570 4×4 sehr gut, den könnte man bei uns in der Schweiz noch problemlos 5 cm höherlegen. Zudem ist er nur knapp 6m in der Länge. Das einzige Manko ist im Moment gibt es Ihn nur als Neufahrzeug. Zeitweilen beobachten wir jeden Tag den Gebrauchtfahrzeugmarkt, ob noch etwas interessantes im preislich günstigeren 4×4 Segment auftaucht. Alternativ könnte es aus finanziellen Gründen auch ein Ducato Wohnmobil mit 4×2 werden, von diesen gibt es viele auf dem Markt.

        Geniesst Indien noch. Wir sind sehr begeitert von diesem Land. Wir waren vor ein paar Jahren im Süden unterwegs in Kerala, Tamil Nadu & Pondicherry.

        Ich wünsche euch viel Glück, dass es mit der Einreise in Thailand funtionieren wird. Würdet Ihr sonst wieder über Indien und Pakistan zurückfahren?

        Ich werde mich bei der Gruppe anmelden, wenn es sich ein Umweg über Thailand als Route herauskristallisieren würde. Ich war mir bis zu Eurem Hinweis gar nicht so bewusst, dass es im Facebook zu Overlander Fragestellungen entsprechende Gruppen gibt.

        Ich wünsche euch weiterhin auf eurer Tour viel Spass und eine unfall- und pannenfreie Fahrt.

        Viele Grüsse

        Peter

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    Peter

    PS: Zieht vielleicht in Betracht über Mysore und Ooty (Udagamandalam; Landschaft, Teeplantagen) zufahren wenn ihr nach Kochi weiterfährt.

    • Let's get otter here

      Let's get otter here

      Hallo Peter,

      wir hatten in Indien letztlich leider nicht die Zeit, um in Kerala und Tamil Nadu wirklich Zeit zu verbringen (mehr dazu im neuen Blogeintrag/Video, die wir heute noch hochladen). Aber ich habe gerade mal fix die beiden von dir genannten Orte gegoogelt. Vor allem die Paläste und Tempel in Mysore sehen ja wirklich imposant aus! Hätten wir uns gerne angeschaut. Aber man kann ja nicht immer alles haben. Beim nächsten Mal vielleicht 🙂

      Auch den Karmann habe ich mir mal fix angeschaut – sehr interessanter Grundriss. Längsbetten bei unter 6m Fahrzeuglänge sieht man glaube ich auch nicht alle Tage. Ist auf der anderen Seite aber natürlich ein Ford. Aber gut, es gibt ja so viele Modelle, Grundrisse und Ausbauten – da muss jeder für sich selbst herausfinden und entscheiden, was am besten passt. Wir drücken euch in jedem Fall die Daumen für die Fahrzeugwahl!

      Die Einreise nach Thailand hat übrigens geklappt. 🙂 Da werden wir dann im übernächsten Blogeintrag zu berichten.

      Wisst ihr schon, wie lange ihr in der Mongolei bleiben wollt? Werdet ihr auch einen Blog haben, auf dem wir euch begleiten können?

      Beste Grüße aus Südostasien!
      Dirk

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    Peter

    Hallo Dirk

    Schön zusehen, dass Ihr einreisen konntet in Thailand. Ich hoffe, dass Ihr nicht in Probleme rein kommt aufgrund der Corona und der darauf folgenden Einreisesperren.

    Vermutlich werden wir in der Mongolei versuchen das 30Tage Visa auszuschöpfen. (Deutsche brauchen ja kein Visa mehr für die Mongolei, glaub ich gelesen zu haben). Danach möchten wir im Herbst bevor Schnee liegt den Pamir Highway auf dem Rückweg fahren. Kasachstan und Usbekistan sind im Hochsommer aufgrund hoher Temperaturen zu unangenehm. Bei Hinreise in Moskau möchte ich unbedingt die Maiparade sehen. Die offizielle am 9.Mai ist zwar nich einfach sonicht zugänglich, aber zwei Tage vorher ist die Übungsparade.

    Wir werden keinen öffentlichen Blog führen, eher Friends and Family über Facebook und Whats Up Kanäle updaten.

    Viele Grüsse

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