Asien,  Thailand

#23 Thailand Teil V – Ostküste

So aktuell wie jetzt waren wir glaube ich noch nie: in diesem Blogeintrag beschreiben wir unsere Erlebnisse vom 25. Juli – 06. August 2020. Wir sind also fast live. In den letzten zwei Wochen waren wir hauptsächlich an der Ostküste Thailands unterwegs – in einem Teil des Landes, in dem wir eine ganze Reihe toller Stellplätze gefunden haben. Wir sind von Koh Phangan, einer der schönen Inseln im Golf von Thailand, zunächst noch einmal fix in den Süden nach Trang und von dort aus dann stetig in Richtung Norden gefahren, immer an der Ostküste des Landes entlang. Dabei ist endlich wieder so etwas wie Reise-Normalität aufgekommen. Viel Spaß beim Lesen und Video-Schauen.

Koh Phangan / Ko Pha-Ngan

Es ist Samstag, der 25 Juli 2020 und wir sind noch immer auf Koh Phangan. Unseren ursprünglichen Plan, nur etwa eine Woche auf der Insel zu verbringen, haben wir verworfen. Uns gefällt es hier einfach zu gut. Wir haben einen wahnsinnig tollen Stellplatz in einer kleinen, nahezu einsamen Bucht gefunden, können hier im türkis-blauen Wasser schwimmen und schnorcheln gehen und sind vor allem mit verhältnismäßig gutem Wetter gesegnet.

Das gute Wetter ist eine wirklich willkommene Abwechslung. Viele von euch mögen, wenn sie an Thailand denken, ausschließlich „Sommer, Sonne, Sonnenschein“ vor Augen haben. Und das trifft auch in großen Teilen zu. Allerdings nicht zur Regenzeit, die hier je nach Region von April bis Oktober herrscht und vor allem in den letzten Monaten an der Westküste ein treuer, unliebsamer Begleiter von uns war.
Im April und Mai hat sich die Regenzeit zumeist nur durch vereinzelte, kurze (und starke) Regenschauer gezeigt. Zwischendurch gab es immer wieder wirklich schöne, sonnige Tage. Im Juni und Juli hingegen hat es fast täglich geregnet und häufig auch über viele Stunden hinweg. Wie bereits in vorigen Blogeinträgen beschrieben, ist das nicht nur blöd für den Stromertrag unserer Solaranlage auf dem Dach, sondern auch denkbar ungünstig für das Leben in einem Campervan, da man dann doch recht stark an das Innere des Vans gebunden ist. Sightseeing oder am Strand liegen macht da nicht wirklich Spaß.

Hier auf Koh Phangan sieht die Sache aber wie gesagt anders aus. In den zwei Wochen hier hat es nur zwei Mal kurz geregnet. Das hebt unsere Stimmung, lässt uns die Insel in sehr guter Erinnerung behalten und sieht auf Fotos auch einfach besser aus. 😉

(alle weiteren Fotos von Koh Phangan findet ihr in unserem letzten Blogeintrag: #22 Endlich wieder unterwegs – Thailand Teil IV)

Ein Abstecher nach Trang

Nach 15 Tagen auf der Insel ist jedoch Schluss. Wir müssen zurück aufs Festland und noch einmal nach Trang (die Provinz, in der wir 4 Monate im Lockdown waren). Dort hat Dirk noch einmal einen Zahnarzttermin für die hoffentlich letzte Sitzung seiner Wurzelkanalbehandlung. Wir buchen uns also eine Fähre und schippern in 2,5 Stunden zurück aufs Festland.

Vom Fähranleger in der Nähe von Surat Thani sind es knapp 4 Stunden bis zu unserem bekannten Stellplatz am Pak Meng Beach. Dort übernachten wir und fahren am nächsten Morgen zunächst zum Customs Office. Hier müssen wir wieder einmal unser TIP (Temporary Import Permit) für weitere 4 Wochen verlängern, damit unser Campervan weiterhin im Land verbleiben darf. Danach geht’s zum Zahnarzt. Der stellt leider fest, dass die Entzündung in Dirks Zahn noch immer nicht vollständig ausgeheilt ist, sodass der Zahn wieder nur temporär verschlossen werden kann und weitere Sitzungen nötig werden. Die werden wir jedoch nun nicht mehr in Trang machen lassen, sondern irgendwo „on the road“. Wir waren jetzt wirklich lang genug in Thailands Süden.

Entlang der Ostküste nach Norden

In den nächsten 7 Tagen fahren wir etwa 700 km entlang der Ostküste in Richtung Norden. Dabei nehmen wir hauptsächlich kleine Straßen, die die vielen kleinen Fischerdörfer hier miteinander verbinden. Zwischendurch halten wir immer mal wieder an, schauen uns Strände an und übernachten da, wo es uns gefällt. Wir sind wieder voll in unserem Roadtrip-Element. Nach so vielen Monaten auf verhältnismäßig engem Raum fühlt sich das richtig gut an.

Hier die Fotos von den ersten drei Tagen:

Wir haben zwar leider nicht so richtig Glück mit dem Wetter, aber die Natur, die wir hier sehen, und die Stellplätze, die wir hier finden, entschädigen für einiges! Wir waren im Januar schon einmal durch diese Gegend gefahren, jedoch nur im Schnelldurchgang ohne wirklich anzuhalten. Damals waren wir auf dem Weg nach Phuket, um Dirks Papa vom Flughafen abzuholen. Dazu mussten wir innerhalb weniger Tage fast das komplette Land einmal durchqueren (wir waren erst kurz davor ganz im Norden Thailands von Myanmar aus eingereist).

Jetzt können wir unsere Umgebung wirklich wertschätzen. Wir finden kilometerlange, nahezu verlassene Strände. Außerhalb der wenigen großen Städte ist die Bevölkerungsdichte hier gering. Die hügelige Landschaft ist geprägt von Wäldern. Zwischendrin finden wir immer mal wieder buddhistische Statuen und Tempel. Und Stellplätze für die Nacht zu finden, war gefühlt noch nie so einfach, wie hier. Ein Blick auf die Satelliten-Ansicht von Google Maps zeigt gefühlt alle paar Kilometer eine Freifläche am Meer.

Diese Zeilen schreiben wir gerade etwa 50 km südlich von der Touristen-Hochburg Hua Hin entfernt. Hier stehen wir wieder einmal auf einer Wiese direkt am Meer. Und wie fast immer in Thailand, scheint sich niemand an uns zu stören. Das ist immer noch etwas, das wir vor allem nach unseren Erfahrungen in Indien, absolut zu schätzen wissen. Wir können es nicht oft genug sagen: Thailand ist wirklich ein unglaublich tolles Land für Overlander (zumindest wenn man Wohnmobile auch offiziell ins Land bringen dürfte 😅).

Die Sonne scheint leider noch immer nicht ansatzweise so häufig, wie wir uns das wünschen würden, aber da wir jetzt ja wieder regelmäßig fahren, gehören unsere Strom-Engpässe glücklicherweise der Vergangenheit an. Und wir haben schon eine ganze Reihe weiterer Ziele rausgesucht, die wir in den nächsten Wochen hier in Thailand noch anfahren wollen. Unsere Reise geht also weiter! Wie lange noch? – Das werden wir sehen. Wir halten euch auf dem Laufenden.🙂

Viele liebe Grüße aus der Ferne,
Tina & Dirk

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.